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14.06.2017

AIFM-Gesetzgebung steht vor Änderungen

Der Zugang zu Alternativen Investmentfonds soll erleichtert und das Mindestvermögen für qualifizierte Privatanleger reduziert werden. Die Behandlung im Finanzausschuss des Nationalrats ist noch ausständig.

Foto: Hakide

In der vorzeitig beendeten Legislaturperiode könnte es noch zu Änderungen beim Gesetz zu den Alternativen Investmentfonds-Managern (AIFM-G) kommen. Ein entsprechender Initiativantrag wurde von SPÖ und ÖVP im Nationalrat eingebracht. Genau genommen handelt es sich um das Mittelstandsfinanzierungsgesellschaftengesetz 2017, dass sich u.a. auf das AIFM-G auswirkt. Die vorgeschlagenen Änderungen beziehen sich vor allem auf die Mindestsummen, die Privatanleger als Vermögen nachweisen müssen: Qualifizierte Privatkunden benötigen bei einer Gesetzesänderung anstatt einer Bankbestätigung nur mehr "korrekte Informationen", die Bankguthaben und Investmentfonds in der Höhe von 250.000 Euro nachweisen (bisher 500.000 Euro). Qualifizierte Privatkunden können könnten dann auch bereits ab mindestens 10.000 Euro in einen AIF investieren. In bestimmte AIF könnten alle Privatkunden bereits ab der Vorlage von korrekten Informationen (ohne Bankbestätigung) zu Bankguthaben und Investmentfonds in der Höhe von 100.000 Euro investieren. Die Investition ist ebenfalls ab mindestens Euro 10.000 Euro je AIF möglich. Auch die Verpflichtungen für diese bestimmten Anlagen wurden verbessert. Die Unterlagen werden auch weiterhin inhaltlich überprüft werden. Der Gesetzesvorschlag muss aber zunächst im Finanzausschuss behandelt werden, bevor er im Plenum des Nationalrates beschlossen werden kann.