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16.05.2011

Auf Gold setzen oder die Goldminen?

Der Goldpreis steigt vorerst weiter aber wie lange noch? Finanzdienstleister bieten aktiv gemanagte Goldminenfonds, deren Kurs sich vom Goldpreis lösen kann, allerdings auch nach unten

Unter den Edelmetallen ist es wohl das Gold, das die meisten Anleger in den letzten Jahren beschäftigt hat. Die 1.Mio.-Euro Frage ist, ob der Goldkurs noch weiter steigen wird, oder der Höhenflug bald vorbei ist. Eine mögliche Alternative zum physischem Gold sind Aktien von Goldminenunternehmen, aber bringt dieser Umweg wirklich Vorteile?
"Die Minenunternehmen können immer profitabler produzieren. Die steigenden Unternehmensrenditen sind in den Aktienkursen noch nicht eingepreist. Die KGVs sind günstig - hier besteht einiges Potential nach oben", sagt Sven Ulbrich, Vorstand der PEH Wertpapier AG. Der Vermögensverwalter hat 1996 den Aktienfonds PEH Q-Goldmines aufgelegt, der ausschließlich in diese Unternehmen investiert. Die Aktien bieten zusätzliche Vorteile, betont Ulbrich: "Steigt der Goldpreis weiter, profitieren die Minenbetreiber. Sollte er stagnieren oder sogar fallen, werden gute Firmen weiter Mehrwert für die Anteilseigner erwirtschaften können." Wer aber in ETFs mit Goldhinterlegung investiert oder gar physisches Gold kauft, setze alles auf eine Karte, warnt der PEH-Vorstand.
Derzeit geht man beim Fondsanbieter aber noch von einem steigenden Goldpreis aus. Die Schmuckindustrie registriert derzeit eine starke Nachfrage, vor allem aus China und Indien, und diese wird noch durch den wachsenden Wohlstand befeuert. Zudem stocken inzwischen auch einige Notenbanken wieder ihre Goldbestände auf.
Seit 2009 ist das Kalkül der Goldminen-Anleger auch aufgegangen. Der Kurs des Q-Goldmines hat sich bis 2011 verdoppelt, der Goldpreis ist etwa um 50% gestiegen. Allerdings mussten die Fondsanteilbesitzer seit Anfang 2011 einen Kurseinbruch von ca. 20% hinnehmen, während der Goldpreis heuer weiterhin kontinuierlich gestiegen ist.