AXA IM mit neuer Anleihen-Strategie
Extremrisiken und Ausfälle bei Einzeltiteln sollen vermieden werden, der Market Impact wird gering gehalten um Transaktionskosten zu sparen.

Tim Gardener, Global Head of Consultant Relations, AXA IM
AXA Investment Managers (AXA IM) hat eine neue Unternehmensanleihestrategie vorgestellt. Die „SmartBeta“-Strategie wurde speziell für Investoren entwickelt, die ohne die Nachteile kapitalisierungsgewichteter Indexstrategien in Unternehmensanleihen investieren wollen. Mit einem speziellen Investmentuniversum soll SmartBeta ein im Vergleich zu passiven Indexstrategien attraktiveres Risiko-Ertrags-Profil erreichen. „SmartBeta ist ein Mittelweg – für Investoren, die Erträge ähnlich der Marktentwicklung wünschen, aber die Schwächen rein passiver Ansätze meiden wollen. Mit der neuen Strategie wollen wir die Portfolios vor System- und Ereignisrisiken schützen und stabilere Erträge erzielen“, sagt Tim Gardener, Global Head of Consultant Relations, zur Grundidee.
Zunächst definieren die Analysten von AXA Fixed Income nach klaren Regeln und mit fundamentalen Filtern ein Anlageuniversum. Dann wird ein Portfolio zusammengestellt, in dem kein Einzelwert, kein Sektor und kein Land, Extremrisiken verursacht. Ausgehend von einer Analyse der relativen Bewertungen werden die Anleihen gekauft, die am günstigsten bewertet erscheinen, und gleich gewichtet sind. Da der Gesamtertrag einer Buy-and-Hold-Strategie maßgeblich von den Kaufkursen abhängt, maximiert dieser Ansatz auf mittlere Sicht das Portfoliobeta.
„Der Ansatz von AXA IM hat mehrere Besonderheiten“, erklärt Gardener, „Insbesondere optimiert er die Transaktionskosten durch einen möglichst geringen Market Impact. Außerdem wird das Portfolio intelligenter angepasst als bei einem klassischen Indexfonds, bei dem Käufe und Verkäufe von Veränderungen der Indexzusammensetzung abhängen, so dass die am höchsten verschuldeten Emittenten oft übergewichtet werden.“ Der Ansatz von AXA IM soll hingegen Investitionen in hoch bewertete oder riskante Anleihen vermeiden. Außerdem soll die regelmäßige Kontrolle durch das Fixed Income Team von AXA IM jederzeit für ein diversifiziertes Qualitätsportfolio sorgen. SmartBeta beruht auf der Annahme, dass ein Investor, der eine Anleihe bis zur Endfälligkeit hält, ihr gesamtes Beta bekommt. Das gilt aber nur, wenn sie nicht ausfällt – und sei es auch nur teilweise.
Gesteuert wird die SmartBeta-Strategie von leitenden Rentenportfoliomanagern von AXA IM. Verantwortlich für Sterling-denominierte Anleihen ist Mark Benstead, Head of AXA Fixed Income für Großbritannien und Asien. Anne Velot, Head of Continental Credit, managt die kontinentaleuropäische SmartBeta-Strategie. Nicole Montoya, Head of Global Credit and Money Market, managt die internationale Strategie.
Zum Weiterlesen: „Investing in Credit: Smart Beta or Dumb Beta?”, eine Studie von Tim Gardener
