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28.06.2017

BlackRock steigt beim Fintech Scalable Capital ein

Mit den Mitteln aus der Finanzierungsrunde will der Online-Vermögensverwalter verstärkt Kooperationen mit Finanzinstituten und anderen Unternehmen vorantreiben.

Erik Podzuweit, Gründer Scalable Capital

Erik Podzuweit, Gründer Scalable Capital

Foto: Scalable

In einer Serie B-Finanzierungsrunde hat das deutsch-britische Start-up Scalable Capital 30 Millionen Euro eingesammelt. Die Gesamtfinanzierung steigt damit auf 41 Millionen Euro. 16 Monate nach dem Marktstart verwaltet das Fintech über 250 Millionen Euro von rund 6.000 Privatkunden und man will weiter expandieren. Das Unternehmen hat eine flexible Plattform entwickelt, die bereits jetzt auf mehrere Sprachen und Währungen ausgerichtet ist und diverse steuerliche und aufsichtsrechtliche Systeme abbilden kann.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Branchenriesen BlackRock, der nun einen signifikanten Minderheitsanteil an Scalable Capital hält. BlackRock wird das Fintech dabei unterstützen, Kooperationen mit Finanzinstituten und Unternehmen weiter auszubauen. Ebenfalls beteiligt haben sich die Altinvestoren HV Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures. Patrick Olson, Chief Operating Officer EMEA bei BlackRock, wird dem Beirat von Scalable Capital beitreten. „Das Privatkundengeschäft ändert sich rasant, da immer mehr Verbraucher bei der Geldanlage auf technologiebasierte Unterstützung setzen. Deshalb steigt bei europäischen Finanzdienstleistern wie Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern und Beratungsfirmen der Bedarf an technologiebasierten Investmentlösungen“, sagt Olson. „Über unsere Beteiligung an Scalable Capital adressieren wir die Bedürfnisse unserer Kunden und ihrer Endkunden und helfen dabei, ihr Geschäftsmodell auf die Zukunft vorzubereiten.“ Die Beteiligung an Scalable Capital ergänze BlackRocks bestehendes Portfolio im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung, zu dem auch Aladdin Risk for Wealth, iRetire, iCapital und FutureAdvisor in den USA zählen.

„BlackRock teilt unsere Vision, dass der Einsatz von digitalen Technologien nicht nur ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen im Bereich der Geld- und Vermögensanlage sein wird. Vielmehr ist er eine absolute Mindestanforderung, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Erik Podzuweit, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. Die Beteiligung erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörden und wird voraussichtlich im dritten Quartal 2017 umgesetzt.