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18.05.2012

db-X markets will Trader für DAX-Faktorzertifikate gewinnen

„Gehebelt Veranlagen ohne Hebelprodukte“ heißt es vielversprechend, aber schon bei einer Seitwärts-Bewegung kann so ein Zertifikat ins Minus rutschen.

Faktorzertifikate sind gerade die neusten Spielzeuge der Zertifikate-Branche und versprechen den Anlegern zweistellige Gewinne binnen kurzer Zeit. Genauer gesagt sind es die Emittenten, die mit Powerpoint-Präsentationen durch die Lande ziehen und auf multiplizierte Kursgewinnen hinweisen. Seit diesem Jahr ist auch db-X markets, die Zertifikate-Sparte der Deutschen Bank in dieses Geschäft eingestiegen und war diese Woche in Wien zu Besuch um vor Investoren und Medien ihre neuen Produkte zu präsentieren.

 

„Die nächste Generation des Handelns“ und „Gehebelt Veranlagen ohne Hebelprodukte“ hieß es da in Wort und Bild. Konkret bietet die Deutsche Bank Faktorzertifikate auf den DAX an, die die von der Börse Frankfurt berechneten Faktor-Indices des DAX als Basis haben. Mit den Indices LevDAX x2 und x4 kann man auf Kursgewinne setzen („auf Long gehen“) und mit den Indices ShortDAX x2 und x4 auf Kursverluste. Beim Faktor +4 beispielsweise würden also Gewinne und Verluste des DAX mit mal 4 genommen. Vor allem für Trader, die trendstarke Phasen erwarten, sei das interessant. „Einen Pferdefuß gibt es aber bei der Sache“, räumt Christian-Hendrik Knappe, Projektleiter bei db-X markets, „Bei einer volatilen Seitwärts-Entwicklung und einem unverändertem Kurs würde das Long-Zertifikat nach einem Monat ein Minus von rund 7% erwirtschaften.“ Dafür lockt bei einer positiven Entwicklung ein „Zinseszinseffekt“ weil der Index täglich neu berechnet wird. Bei einem angenommenen Plus des DAX von 35% würde das Faktor +4 Zertifikat sagenhafte 225% hinlegen. Wo dieser Gewinn genau erwirtschaftet werde? „Das muss man getrennt voneinander sehen“, so Knappe, „Die Realwirtschaft und diese Finanzinstrumente kann man nicht miteinander vergleichen.“