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12.06.2019

Die Nebeneffekte der heimischen Vorsorgekassen

Anhand der VBV-Gruppe wurde die Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft durch die Pensions- und Vorsorgekassen berechnet. Die investierten Gelder erzeugen demnach eine geschätzte Wertschöpfung von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Gottfried Haber

Gottfried Haber

Foto: VBV/Hörmanseder

Eine Studie des Wirtschaftswissenschafters Gottfried Haber beleuchtet die Wertschöpfung von Pensionskassen und Vorsorgekassen am Beispiel der VBV-Gruppe. In einer ersten Stufe wurden die direkten Wertschöpfungseffekte (also die Wertschöpfung, die unmittelbar im Unternehmen selbst hervorgerufen wird) erhoben. Ergänzt um die damit verbundenen indirekten Effekte und zusätzlichen Kaufkrafteffekte ergibt sich durch die VBV-Gruppe eine Gesamtwertschöpfung von 11,1 Millionen Euro jährlich. Damit im Zusammenhang stehen 238 Arbeitsplätze. In einer nächsten Stufe der Wertschöpfungsstudie wurden die Auszahlungen an die Kunden und die dadurch ermöglichten Konsumaktivitäten analysiert. Diese lösen ebenfalls ökonomische Effekte und Folgeeffekte aus. Insgesamt kommt es dadurch zu einer Wertschöpfung am Standort Österreich von mehr als einer halben Milliarde Euro jährlich (542.000 Euro). Dadurch werden laut Habers Berechnung rund 4000 Arbeitsplätze in Österreich gesichert. Durch die in Österreich veranlagten Mittel entsteht schließlich sogar eine kumulierte Wertschöpfung von 1,5 Mrd. Euro. Damit wurden mehr als 16.700 Personenjahre in Österreich gesichert.

Bedeutung für den Wirtschaftsstandort

„Wie wir mit unserer aktuellen Studie nachweisen konnten, ist auch der Mehrwert, den Pensionskassen und Vorsorgekassen für den Wirtschaftsstandort und den Arbeitsmarkt leisten, beachtlich“, erklärt der Universitäts-Professor. Die VBV ist seit Jahren Marktführer bei betrieblichen Zusatzpensionen und der Abfertigung Neu und zählt rund 3,6 Millionen Kunden. Mit den mehr als 10,4 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen ist die VBV außerdem einer der größten Player am heimischen Finanzmarkt. „Die durch die Studie von Professor Haber sichtbar gemachte Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort Österreich zeigt die Bedeutung von Pensionskassen und Vorsorgekassen. Zudem haben wir als VBV auch im Bereich der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes seit Jahren eine besonders wichtige Rolle als Pionier und Vordenker“, erklärt Andreas Zakostelsky, Generaldirektor der VBV-Gruppe.

Wertschöpfung in den Bundesländern

Diese Wertschöpfung lässt sich auch auf die einzelnen Bundesländer aufteilen: Die VBV-Gruppe schafft über ihre Auszahlungen und den ausgelösten Konsum zum Beispiel in Wien eine Wertschöpfung von rund 152 Millionen Euro jährlich; auch in Niederösterreich (121 Millionen Euro), Oberösterreich (67 Millionen Euro) oder der Steiermark (61 Millionen Euro) sind die Effekte beachtlich. Die damit zusammenhängenden Arbeitsplätze verteilen sich auf ganz Österreich: Ob Vorarlberg (149 Arbeitsplätze) oder Kärnten (236 Arbeitsplätze), Niederösterreich (878 Arbeitsplätze) oder Wien (1.099 Arbeitsplätze).