Meldungen | Altersvorsorge
29.09.2016

Die Österreicher fühlen sich immer jünger

Eine GfK-Studie für Swiss Life Select sieht zwar eine subjektiv jung gebliebene aber auch verunsicherte Bevölkerung, wenn es um die Pensionen der Zukunft geht.

Christoph Obererlacher, CEO Swiss Life Select Österreich

Christoph Obererlacher, CEO Swiss Life Select Österreich

Foto: Swiss Life Select

Österreich ist ein Land der Junggebliebenen: Insbesondere bei den 40- bis 60-jährigen liegt das gefühlte Alter deutlich unter dem biologischen, ergab eine von Swiss Life Select Österreich in Auftrag gegebene GfK-Studie mit 1000 Teilnehmern. 62% der Befragten in den Jahren 60+ geben sogar an, sich um rund ein Jahrzehnt jünger zu fühlen. Gleichzeitig werden wir immer älter: Laut Prognosen wird bis 2030 jeder vierte Österreicher über 65 Jahre alt sein. Eine Entwicklung, die über 40% der Menschen daran zweifeln lässt, ob und wie der österreichische Staat die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung meistern kann. 75% sind der Meinung, dass die staatliche Pension nicht ausreichend sein wird, um im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen zu können - jeder Zweite spart bereits regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag, um auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. "Die Zweifel sind berechtigt. Jetzt geht es darum, dass die Menschen entsprechende Handlungen setzen," sagt Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select Österreich, zu den Studienergebnissen. Das größte heimische Finanzberatungs-Unternehmen appelliert mit der Kampagne "Länger selbstbestimmt leben" daran, sich mit den Folgen eines längeren Lebens auseinanderzusetzen. "Die staatlichen Pensionen reichen für die Grundbedürfnisse im Alter immer weniger aus," meint Obererlacher. Besonders Frauen spüren immer deutlicher die Auswirkungen ihrer geringeren Einkommen. Zur hohen Teilzeitbeschäftigung kommt hinzu, dass sie mit 60,2 Jahren (OECD, 2014) früher in Pension gehen und damit ihre besten Einkommensjahre zu früh enden. Das bedeute, dass vor allem Frauen für ein längeres, selbstbestimmtes Leben bei weitem nicht ausreichend abgesichert sind.

Politik und Finanzwirtschaft sollen für Vorsorgegesinnung werben

Neben dem Staat sei besonders die Finanzwirtschaft gefragt, Aktionen zu setzen und unterschiedliche individuelle Finanzstrategien zu entwickeln, um sich auf den demografischen Wandel einzustellen. „Die Bevölkerung verschiebt nämlich wichtige Entscheidungen wie z.B. die Pensionsvorsorge mehr und mehr nach hinten. Es müssen adäquate Produkte und Dienstleistungen für ein langes und selbstbestimmtes Leben entwickelt werden," sagt Christoph Obererlacher. "Um aus ihnen das Maximum herauszuholen, braucht es die fachliche Expertise von umfassend ausgebildeten Finanzberatern.“ Denn dass im Berufseinstiegsalter zwischen 18 und 30 Jahren mit dem Sparen begonnen werden sollte, ist den Österreichern durchaus bewusst, besagt jedenfalls die GfK-Studie. Politik und Finanzwirtschaft sollen daher - trotz der widrigen Zinslandschaft - für eine noch positivere und aktive Vorsorge- und Finanzplanung werben. Obererlacher sieht vor allem fondsgebundene Lebensversicherungen als geeignet an, Renditen zu generieren: „Bei diesen Produkten kann der Kunde zwischen garantiertem und dynamischen Ertrag switchen. Kurzfristige Vorsorge- und Vermögensweitergabe kann von spezifischen Anspar-Lösungen abgedeckt werden.“ Zum Beispiel kann 75 Jahre ein Einmalerlag ab 40.000 Euro geleistet werden und nach nur fünfjähriger Anwartschaft können monatliche Auszahlungen in Anspruch genommen und der Rest den Erben überschrieben werden. "Es liegt an den Financial Plannern, verstärkt neue Ansparlösungen mit besseren Rahmenbedingungen für ein längeres, selbstbestimmtes Leben vorzuschlagen, die im besten Fall steuerschonend sind und oft auch ideale Erblösungen beinhalten müssen", fordert Christoph Obererlacher.