Meldungen | Aktien, Marktanalyse
17.05.2022

Erholen sich die Aktienmärkte?

Bei der Vates Invest GmbH rechnet man nach der jüngsten Marktkorrektur zumindest mit einer Gegenbewegung und hat deshalb die Aktienquote angehoben.

Benjamin Bente, Vates Invest GmbH

Benjamin Bente, Vates Invest GmbH

Vates Invest GmbH

Am vergangen Montag wurde die Aktienquote im Vates Parade Fonds von zwischenzeitlich null auf auf 33 Prozent erhöht. „Die Quotenerhöhung ist die Folge eines Signalwechsels unserer Vates-Ampel von Hellrot auf Gelb“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. Diese Quotenerhöhung folgte dem Signalwechsel der Vates-Ampel von Hellrot auf Gelb, da die Sentiment-Komponente auf Neutral zurückgekehrt ist. „Auslöser des jüngsten Gelbsignals war, dass unsere Sentimentindikatoren in der vergangenen Woche nochmals deutlich erhöhte Panikniveaus, mithin Rekordwerte in diesem Jahr, gemessen haben“, so Bente.

Dies war vor allem bei den umfragebasierten Sentimentindikatoren der Fall wie beispielsweise beim NAAIM-Index, der die Stimmungslage unter aktiven Fondsmanagern in den USA misst. Der NAAIM-Index lag unter 25, was als ausgewachsene Panik gilt. „Zugleich messen wir auf der anderen Seite Chancen für einen zweiten Versuch einer Bodenbildung am US-Aktienmarkt“, sagt Bente. Exemplarisch steht dafür das US Equity Put Call Ratio, das in der vergangenen Woche trotz weiter fallender Aktienmärkte seinen Höchststand von April abermals nicht mehr erreichte. „Dies stellt eine positive Ausgangssituation für eine potenzielle Bodenbildung in den kommenden Tagen dar“, so Bente.

Unabhängig davon, dass der Aktienmarkt reif für eine sentimentgetriebene Gegenbewegung ist, wird die Nachhaltigkeit einer solchen Aufwärtsbewegung maßgeblich davon abhängen, ob sich die aktuell vorliegenden rezessiven Tendenzen weiter verfestigen oder ob die US-Notenbank ihr Ziel eines Soft Landings tatsächlich erreichen kann. „Im Falle einer US-Rezession wäre die in diesem Jahr vollzogene Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten als noch nicht ausreichend anzusehen, da die Panikniveaus für ein finales Rezessionstief noch nicht hoch genug waren“, sagt Bente. In diesem Fall hätte der Aktienmarkt in der aktuellen Situation lediglich das Potenzial für einen zeitlich und preislich begrenzten Rebound.

Den konjunkturellen Vorlaufindikatoren wird in den kommenden Wochen eine besonders hohe Bedeutung zukommen. „Die Frage, ob eine US-Rezession noch vermieden werden kann, wird den weiteren Jahresverlauf an den Aktienmärkten entscheidend prägen“, so Bente.