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01.12.2011

ETF Securities: „Goldmarkt kann auf starke Treiber bauen“

Das Emissionshaus ETF Securities und das World Gold Council gaben jüngst auf einer Veranstaltung einen detaillierten Einblick in den Goldmarkt und dessen künftige Entwicklungen. Dabei werden vor allem die Asiaten eine nicht unwichtige Rolle spielen.

Die Rohstoffexperten von ETF Securities und dem World Gold Council glauben nicht, dass Gold seinen Ruf als sicheres Investment in den nächsten Jahren verlieren wird. „Beim Goldpreis fällt aktuell oft das Wort Blasenbildung. Die sehen wir in nächster Zeit nicht“, sagte Marcus Grubb, Managing Director für Investment beim World Gold Council.

 

Bernhard Wenger, Sales Director für Österreich und Deutschland bei ETF Securities ergänzt: „Es gibt unterschiedliche Meinungen, wo der Markt genau hingeht. Allerdings verzeichnen Gold- Investmentprodukte starke Zuläufe, was sich auf den Markt positiv auswirkt“. Dafür sprechen auch zahlreiche Treiber, die den Goldmarkt in den nächsten Jahren stützen werden.

 

Die Treiber

 

So sind es zum einen Zentralbanken, die sich seit einiger Zeit verstärkt mit Gold eindecken und so für stabile Preise sorgen. Allerdings lässt sich dort eine Trendwende in der Käuferschicht feststellen. Denn vor allem Notenbanken aus dem asiatischen Raum (allen voran China und Indien), Russland und Lateinamerika zählen nun zu den stärksten Goldkäufern, wohingegen europäische Zentralbanken derzeit beim Goldkauf eher vorsichtig agieren.

 

„Insgesamt haben Zentralbanken heuer bis Ende September rund 348.000 metrische Tonnen Gold gekauft, bis Jahresende rechnen wir mit 450.000 Tonnen“, erklärt Grubb. Doch nicht nur auf der reinen Investmentseite werden Emerging Markets für den Goldmarkt immer wichtiger. So ist die Nachfrage nach Goldschmuck in China und Indien in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Die weltweite Nachfrage noch Goldschmuck wird mittlerweile von Indien (Anteil von rund 33%) und China (rund 23%) dominiert. Wenger dazu: „Es gibt einfach immer mehr Treiber für den Goldpreis, nicht nur die reine Finanznachfrage“. Dazu gehört auch der Bereich Industrie, Elektrotechnik und Elektronik. Gerade in elektronischen Geräten wird bei Bauteilen, elektrischen Kontakten und Leiterplatten verstärkt auf Gold gesetzt

 

Die gegenwärtigen Turbulenzen an den Kapitalmärkten spielen den Edelmetallen zusätzlich in die Hände. „In schwachen Aktienjahren haben Rohstoffe historisch gesehen immer outperformt. Gold war dabei ganz vorne. Abgesehen davon ist Gold generell ein Stabilisator für das Portfolio“, weiß Wenger. Dafür eigenen sich in erster Linie so genannte ETPs (Exchange Traded Products) wie ETCs (Exchange Traded Commodities) und ETFs (Exchange Traded Funds), die immer gängiger werden.