Fidelity wächst 2011 bei Asien- und Schwellenländerfonds
Die Strategie von Fidelity bei Fondsprodukten gezielt auf Asien und Emerging Markets zu setzen, hat sich im Geschäftsjahr 2011 ausgezahlt, zieht das Fondshaus Bilanz. Gegen den Markttrend habe das Unternehmen hier deutliche Zuflüsse verzeichnen und Marktanteile gewinnen können, heißt es. Bei Rentenfonds habe Fidelity ebenfalls dazu gewonnen, während branchenweit Gelder abgeflossen sind. Auch in seinen Kernbereichen betriebliche Altersvorsorge und unabhängige Beratung sei das Familienunternehmen gewachsen.

Christian Wrede, Geschäftsführung Fidelity Worldwide Investment Deutschland
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 setzt Fidelity neben den Schwerpunkten des letzten Jahres auf die Themen Portfolio-Lösungen für Privatkunden sowie Investmentangebote, die regelmäßige Erträge, Inflationsschutz und stetiges Kapitalwachstum verbinden. Fidelity verweist hier auf den kürzlich eingeführten Fidelity Global Dividend Fund.
Fast 40 Prozent Marktanteil
Privatanleger vertrauten Fidelity in der Fondsklasse Aktienfonds, die in Asien- und Schwellenländer investieren, im Vorjahr 58 Mio. Euro neue Gelder an. Damit hat sich Fidelity erneut vom Markt entkoppelt. Seit Ausbruch der Finanzkrise hätten die Anleger mehrere Milliarden Euro aus Asien- und Schwellenländerfonds abgezogen, während Fidelity in den letzten vier Jahren 435 Mio. Euro Nettomittelzuflüsse verbuchte. Gemessen am verwalteten Vermögen stieg damit der Marktanteil von Fidelity in dieser Assetklasse auf 39,4 Prozent, ein Plus von 9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
"Die Ergebnisse zeigen wie schon 2010, dass es richtig war, die Anleger für das Thema Asien und Emerging Markets zu sensibilisieren - und zwar nachhaltig. Auch in Zukunft wird die Wirtschaft dort stärker wachsen als Europa und die USA. Anleger müssen daher auch in den nächsten Jahren verstärkt in Wachstumsmärkte investieren, denn mit aktuell 6 Prozent sind diese in deutschen Aktienportfolios unterrepräsentiert", sagte Christian Wrede, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fidelity Worldwide Investment in Deutschland. Ein ähnliches Verhalten zeigen die Anleger in Österreich.
Trotz der positiven Entwicklung beim Investmentschwerpunkt Asien und Emerging Markets, konnte auch Fidelity, genau wie die gesamte Fonds- und Finanzbranche, sich von der negativen Marktentwicklung nicht vollständig entkoppeln. So ging das verwaltete Vermögen im Einklang mit den Verlusten an den Kapitalmärkten um 5,4 Mrd. Euro auf 23,5 Mrd. Euro (Vorjahr 28,9 Mrd. Euro) zurück. Die Nettomittelabflüsse summierten sich lediglich auf 23 Mio. Euro. Während aus Publikumsfonds in Deutschland 2011 gut 16 Mrd. Euro und exklusive ETFs sogar 24 Mrd. Euro abflossen, litt Fidelity fast ausschließlich unter Kapitalmarktverlusten, wird betont.
Neu: Strategische Anlage Modellierung SAM
Das Privatkundengeschäft sieht Wrede vor drastischen Änderungen, u.a. steige die Zahl derer, die sich besser mit der Geldanlage auskennen, Investmententscheidungen selbst treffen, aber nicht täglich ihr Portfolio überprüfen wollen. Deshalb fragen Anleger beispielsweise verstärkt nach Lösungen für ihr gesamtes Portfolio statt nach Einzelfonds. Fidelity führt daher die Strategische Anlage Modellierung (SAM) ein.
Bei SAM handelt es sich um ein System für eine innovative, systematische Portfolioallokation mit regelmäßiger Qualitätssicherung. Es analysiert in einem dreistufigen Prozess die Bedürfnisse des Kunden und stellt typgerechte Portfolien zusammen, die Risikoprofil, Alter, Anlagebedarf und Lebenszyklusplanung der Kunden berücksichtigen. Diese individuellen Portfolien werden dann über die gesamte Laufzeit betreut und Risiken fortlaufend angepasst. Startschuss dafür ist der 15. Februar.
In der Altersvorsorge konnte Fidelity das Institutionelle Geschäft stärken, hier verbuchte das Unternehmen Nettomittelzuflüsse in Höhe von 306 Mio. Euro und verbesserte damit das verwaltete Vermögen auf 2,6 Mrd. Euro. Fünf Jahre nach dem Start der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland gehöre Fidelity damit zu den Top-5-Anbietern für beitragsorientierte Zeitwert- und Pensionskonten (laut Kommalpha-Studie Dez. 2010).
