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25.06.2020

Gebühren sind günstiger als im EU-Schnitt

Die FMA-Marktstudie 2020 zu Fondsgebühren von österreichischen Publikumsfonds zeigt: Es gibt keine signifikanten Veränderungen, jedoch signifikante Unterschiede zwischen den Strategien.

Finanzmarktaufsicht

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Die Fondsgebühren, die für Anleger bei österreichischen Publikumsfonds anfallen, haben sich zum Stichtag 31.12.2019, verglichen mit dem Jahresultimo 2018, nicht signifikant verändert. So betragen die maximalen jährlichen Verwaltungsgebühren im Schnitt1 1,23 Prozen, die laufenden jährlichen Kosten 1,14 Prozen sowie die maximalen Ausgabeaufschläge bei Anteilsscheinerwerben 3,60 Prozent. Dies geht aus der jährlichen „FMA-Marktstudie über Fondsgebühren von österreichischen Publikumsfonds“ hervor, die die Angaben im gesetzlich vorgeschriebenen Kundeninformationsdokument (KID) sowie in den Fondsbestimmungen von 1.035 Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als 101 Milliarden Euro zum Stichtag 31. Dezember 2019 analysiert hat.

Je höher das Risiko, desto höher die Fondsgebühren

Signifikante Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Veranlagungsstrategien und Risikoklassen. Die im Schnitt niedrigsten Fondsgebühren weisen kurzfristige Rentenfonds, gefolgt von Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds und Aktienfonds auf. So liegen zum Beispiel die maximalen Verwaltungsgebühren bei Rentenfonds im Schnitt bei 0,98%, bei Aktienfonds bei 1,60 Prozent; die laufenden Kosten bei 0,66 Prozent zu 1,71 Prozent; dabei ist es im Vergleich zu 2018 zu kaum merklichen Verschiebungen gekommen. Signifikant ist nach wie vor der Zusammenhang zwischen Risikoklasse und Höhe der Gebühren: Je höher das Risiko, desto höher tendenziell auch die Fondsgebühren, wobei hier auch der Konnex zur Anlagestrategie zu sehen ist. Nachhaltigkeitsorientierte Fonds weisen im Vergleich zum Gesamtmarkt geringfügig niedrigere Gebühren aus.

Die Studie präsentiert auch Ergebnisse einer Analyse der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA), die zeigt, dass die Fondsgebühren in Österreich mit 1,2 Prozent etwas niedriger als der europäische Durchschnitt von 1,5 Prozent sind.