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01.10.2018

Getränke-Start-up zahlt Crowdinvestoren mit fast 1 Million Euro aus

Der Wiener Getränkehersteller "all i need" hat von 628 Crowd-Investoren über die Plattform Conda rund 700.000 Euro eingesammelt. Nun steigt ein deutscher Konzern ein und übernimmt 90 Prozent des Unternehmens.

Die "all I need"-Gründer Jiresch und Miksits

Die "all I need"-Gründer Jiresch und Miksits

Foto: all I need

In der Regel sorgen Crowd-Investments erst für Aufmerksamkeit, wenn es wieder eine Insolvenz gibt und das Anlegergeld weg ist. In Deutschland war das bereits der Fall, in Österreich gab es noch keine prominenten Pleiten. Beim 2010 gegründeten Wiener Unternehmen "all i need" gibt es sogar Positives zu berichten. 2014 war man einer der ersten, die größere Beträge von der Crowd eingesammelt haben, damals noch vor der Neuregelung der Alternativen Investments. Der Hersteller von Erfrischungsgetränken aus Tee, der auf ein nachhaltiges Konzept gesetzt hat, wird nun von der deutsche Capri-Sun-Gruppe zu 90 Prozent übernommen. Für die 628 Kleinanleger heißt das, dass sie mit einer Wertsteigerung ausgezahlt werden. Dabei hat "all i need" hat zwei Crowdinvesting-Kampagnen beim Anbieter Conda erfolgreich bestritten. Im Zuge der ersten Kampagne 2014 investierten 237 Crowd-Investoren mittels Substanzgenussrecht knapp 194.000 Euro. Die zweite folgte 2015/2016, als 391 Anleger 500.000 Euro an Nachrangdarlehen zeichneten. Mit dem Closing endet das Crowdinvesting mit der Rückzahlung in der Höhe von rund 943.000 Euro. Die Wertsteigerung für Investoren, die 2014 mittels Substanzgenussrecht investiert haben, beträgt 29,69 Prozent, jene für Investoren, die mittels Nachrangdarlehen investiert haben, 40,77 Prozent.

Das frische Kapital aus Deutschland soll in die Produktentwicklung und die Expansion nach Deutschland und in die Schweiz investiert werden, teilten die Gründer Alexander Jiresch und Thomas Miksits mit. Das sei nur mit einem großen Investor möglich gewesen. Der Firmenstandort bleibe auch nach der Übernahme in Österreich.