Gold und Silber mit Sprung nach oben
Rohstoffexperte Hansen warnt aber vor einer kommenden Preiskorrektur nach unten. Erdgas verlor der Jahreszeit zum Trotz im Jänner an Boden.

Auf den Rohstoffmärkten ging es in den ersten Wochen des Jahres 2012 recht dynamisch zu. Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der dänischen Saxo Bank, sieht bei vielen Marktteilnehmern die negative Stimmung vom Jahresende verflogen: Zyklische Aktien seien die großen Gewinner im Jänner gewesen, wovon auch Rohstoffe profitiert hätten, allen voran Edel- und Industriemetalle.
„Mit einem Plus von 21,5% performte Silber deutlich besser als Gold und war damit Monatsgewinner“, so Hansen. Mit 12,3% habe auch Gold einen großen Sprung nach oben gemacht. Dafür sei überwiegend die anhaltende Geldschwemme der europäischen und US-amerikanischen Notenbank verantwortlich. Der Experte warnt jedoch: „Nach diesem massiven Nachfrageanstieg nach dem gelben Edelmetall ist das Risiko jetzt sehr groß, dass es zu einem Preiseinbruch oder zumindest einer Konsolidierung kommt.“
Bei den fossilen Energieträgern sind die Einbrüche bereits Realität. Mit -3,7% gehörten die Energiewerte zu den Monatsverlierern. Vor allem Erdgas habe es mit -17,5% hart getroffen, denn die aktuelle Überproduktion drücke den Preis weiter nach unten. Auch der Ölpreis sei trotz der politischen Spannungen mit dem Iran gesunken: „Die Preisdifferenz zwischen der Sorte WTI und Brent ist mittlerweile sehr groß. Ursachen hierfür sind die unterschiedlich ausfallenden Angebotsprognosen für die USA und den Rest der Welt“.
