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19.01.2018

Heimische Fonds legten 2017 um 5 Prozent an Volumen zu

Von der guten Aktienperformance profitierten überwiegend die Institutionellen, so die aktuelle Fondsstatistik des VÖIG. "Die Privatanleger verschlafen die Kapitalmarktentwicklung", warnt die Branchenvereinigung.

Das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Vermögensverwaltungs-Gesellschaften erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2016 um rund 5 Prozent auf 175,4 Mrd. Euro. Die Nettomittelzuflüsse betrugen in Summe rund 3,52 Mrd. Euro, wobei auf die institutionellen Anleger 3,24 Mrd. Euro entfielen und auf den Publikumsfondsbereich 0,28 Mrd. Euro. Das sicherheits- und liquiditätsorientierte Sparen der österreichischen Privatanleger würde zunehmend Rendite kosten, heißt es von der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften, die ihre Statistik für 2017 veröffentlicht hat. Wie jüngste Studien zeigen, betrug die durchschnittliche nominelle Rendite des österreichischen Geldvermögens zwischen 2012 und 2016 nur 2,6 Prozent. Andere europäische Länder liegen in diesem Zeitraum bei bis zu 8 Prozent. Österreich liegt in diesen Vergleichen in Europa weit zurück. Die größten Abflüsse erfolgten im Rentenfondsbereich mit rund 560 Mio. Euro. Im Aktienfondsbereich kam es zu Nettomittelzuflüssen von rund 450 Mio. Mrd. Euro und in den für die Industrie besonders wichtigen Bereich der gemischten Fonds flossen 3,62 Mrd. Euro.

Aktienfonds verdienten am besten

Performancesieger waren 2017 die österreichischen Aktienfonds mit 30,31 Prozent. „Angesichts der Zinssituation in den traditionellen Sparprodukten wären bei mehr Vertrauen in die langfristige Perspektive eines Aktienexposures 2017 schöne Ergebnisse möglich gewesen“, resümiert man beim VÖIG. Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds bewegte sich die Performance zwischen rund 2,00 bis 6,39 Prozent. Im Rentenbereich performten die Rentenfonds mit Schwergewicht Euro mit 2,16 Prozent. Insgesamt verwalteten die 19 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende Dezember 2017 2011 Wertpapierfonds, davon 1.134 Publikumsfonds, und 877 Spezialfonds. Es wurden 529 Fonds geschlossen und 210 fusioniert. Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr 119 Fonds neu aufgelegt.

Beliebte Immobilienfonds

Die offenen Immobilien-Investmentfonds sind 2017 erneut stark gewachsen. Das Fondsvolumen erhöhte sich um 11,5 Prozent auf rund 7,5 Mrd. Euro, wobei sich die Nettomittelzuflüsse auf 715 Mio. Euro beliefen. Die fünf Immobilien- Investmentfondsgesellschaften verwalteten zwölf Fonds (acht Publikumsfonds und vier Spezialfonds). Die durchschnittliche 1-Jahres-Performance betrug 1,74 Prozent.