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30.01.2019

KMU-Segment "direct market plus" startet an der Wiener Börse

Vier Unternehmen kommen neu in diesem Marktsegment an die Börse, acht Titel sind es insgesamt. Auf der Investorenseite sollen erfahrene Venture-Capital-Anleger angesprochen werden.

Michael Altrichter von startup300 läutet die Börseglocke

Michael Altrichter von startup300 läutet die Börseglocke

Foto: Wiener Börse

Die Wiener Börse startete am Montag mit der neuen Marktsegmentierung: „direct market plus“ und „direct market“ lösen „mid market“ und „other securities“ ab. Gleich vier Unternehmen gehen aus diesem Anlass im direct market plus neu an die Wiener Börse: die startup300 AG, ein Start-Up-Ökosystem und Investorennetzwerk, Eyemaxx Real Estate AG, Immobilienentwickler und Bestandserhalter mit Fokus auf die DACH-Region, die VST Building Technologies AG, Anbieter von Hochbau-Verschalungstechnik, und die Wolftank-Adisa Holding AG, eine Unternehmensgruppe im Bereich Tankanlagen. Die vier zuvor im mid market notierten Unternehmen Athos Immobilien AG, DWH Deutsche Werte Holding AG, Hutter & Schrantz Stahlbau AG und Sanochemia Pharmazeutika AG Teil sind ebenfalls ab heute Teil des direct market plus. Im Basis-Segment "direct market" sind zum Marktstart 23 Unternehmen handelbar. Voraussetzung für den fortlaufenden Handel ist - wie auch im EU-regulierten Markt - die Tätigkeit eines Market Makers, der die Preisbildung erleichtert. Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, läutet gemeinsam mit den Unternehmen den Marktstart mit der Börsenglocke ein: „Vier neue Unternehmen sprechen für sich. Unser Angebot wird von einem bunten Mix an Unternehmen verschiedener Branchen und Bundesländer, klassischen KMU als auch aufstrebenden Jungunternehmen angenommen.“ Auf der Handelsseite adressiere das neue Segment kundige und erfahrene Investoren mit Fokus auf KMU und Wachstumsunternehmen.

direct market plus nur mit mehr Transparenz

Eine Änderung des Aktiengesetzes zu Jahresbeginn ermöglicht das neue Angebot der Wiener Börse an kleine und mittelgroße österreichische Unternehmen, die das Rückgrat der heimischen Wirtschaft sind. Der „direct market“ bildet mit geringen Anforderungen die Basis. Im „direct market plus“ müssen Unternehmen eine Mindestbestandsdauer von einem Jahr aufweisen, Jahresabschlüsse und Halbjahres-Zwischenberichte veröffentlichen, einen Unternehmenskalender führen und sich von einem Capital Market Coach begleiten lassen. Für die höhere Transparenz winkt den Unternehmen ein Plus an Service und Aufmerksamkeit. Das direct network, das die Wiener Börse ins Leben gerufen hat, bietet den Unternehmen rund 60 Ansprechpartner für die Vorbereitung auf Finanzierung und Listing.