Meldungen | Anlagestrategie
12.02.2018

Krentschker schichtet Anleihen und Aktien um

Die Privatbank setzt auf eine Reduktion von Zinsänderungs- und Bonitätsrisiken bei Anleihen. Aktientitel, die bereits gut gelaufen sind und Small-Caps werden zum Teil verkauft.

Unter dem Eindruck der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten, die sich heuer in einem ungewöhnlich langen Zyklus bereits im zehnten Jahr einer Hausse befinden, geraten die Anleihen weiter in den Hintergrund. Zu Unrecht, meinen die Anlagexeperten des Bankhauses Krentschker und adaptieren aktuell ihre Strategie bei den Anleihen, indem Risiken für Zinsänderungen und Bonitäten reduziert werden. Die Hausse an den Anleihenmärkten dauert bereits mehr als dreißig Jahre an – also mehr als drei Jahrzehnte, in denen die Kurse dieser Wertpapiere angesichts ständig fallender Kupons und Renditen nur einen Weg kannten: Nach oben. In den letzten Jahren wurde diese Tendenz durch die lockere Geld- und Zinspolitik der Notenbanken noch verstärkt. Die Politik des billigen Geldes dürfte nun aber zu Ende gehen und viele Anleiheinvestoren reagierten beunruhigt auf die Ankündigungen der großen Notenbanken, ihre Geld- und Zinspolitik allmählich wieder zu normalisieren. Die unmittelbare Auswirkung auf die Kurse an den Anleihenmärkten – nämlich fallende Notierungen bei gleichzeitigem Anstieg der Renditen – ließ nicht lange auf sich warten.

Riskantere Anleihen werden zurückgefahren

Krentschker hat auf die Marktsituation mit einer adaptierten Allokation im Anleihenbereich reagiert. Im Vordergrund stand dabei die Reduktion von Zinsänderungs- sowie Bonitätsrisiken. In der Umsetzung bedeutet das eine Verringerung von Emerging-Markets-Anleihen in Lokal- und Hartwährung sowie von Euro-High-Yield-Unternehmensanleihen. Demgegenüber stehen Investitionen in europäischen Staatsanleihen mit kürzeren Laufzeiten (geringere Duration) sowie in Floater, also variabel verzinste Papiere. Weil die Experten bei Krentschker von einer steigenden und fortgesetzten Volatilität in den Aktienmärkten ausgehen, haben sie den Anteil in riskanteren und bereits sehr gut gelaufenen Märkten reduziert. Das bedeutet eine Reduktion der kleinkapitalisierten Werte zu Gunsten von Investitionen in qualitativ hochwertige Firmen, die aufgrund ihrer stabilen Cash Flows und Gewinnsituation besser durch diese volatilen Zeiten navigieren sollten.