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25.10.2018

Kursschwankungen lassen Österreicher vor Fonds zurückschrecken

80% der Kunden haben Angst vor Kursschwankungen und greifen daher nicht zu Aktien oder Investmentfonds, sagen die Berater von Swiss Life Select. Mehr als die Hälfte mangele es am Finanzwissen, weshalb sie Wertpapiere lieber meiden.

Finanzielle Vorsorge bedeutet für den Großteil der Österreicher (78%) zu sparen um so viel finanzielle Sicherheit zu schaffen, damit man in schlechten Zeiten ein sorgenfreies und selbstbestimmtes Leben führen kann. Das geht aus der aktuellen Finanz-Barometer-Umfrage von Swiss Life Select hervor. Rund 300 Finanzberater des Unternehmens wurde im Oktober 2018 zum Finanzverhalten ihrer Kunden befragt. Demnach häufen die Österreicherinnen und Österreicher lieber Geld auf ihrem Konto an, als es in Vorsorgeprodukte zu stecken. Heimische Haushalte haben nach OeNB-Angaben in den vergangenen zwölf Monaten rund 15,6 Milliarden Euro ihres verfügbaren Einkommens nicht konsumiert. Davon werden 38 Prozent als Spareinlagen oder Bargeld gehortet und nur 29 Prozent in Aktien und Fonds. Verantwortlich dafür seien die Faktoren Kursschwankungen (80%) und Unwissenheit (56%), meinen die Finanzberater. „Aus den vielen Beratungsgesprächen wissen wir, es fehlt oft das erforderliche Know-how, um im derzeitigen Marktumfeld eine attraktive Anlagelösung aus der Vielzahl von Produkten ausfindig zu machen“, so Christoph Obererlacher, CEO Swiss Life Select Österreich. Zu ähnlichen Befunden zur Finanzbildung kam auch die Sparstudie der Erste Bank, die kürzlich vorgestellt wurde.

Gesundheit an erster Stelle

Die Vorsorge sei vor allem in der dritten Jahreszeit ein Top-Thema, weiß man bei Swiss Life Select. Höchste Priorität für die Kunden habe die Vorsorge für die Gesundheit (76%), für die Familie (53%) und für die Pension (51%). "Für die Gesundheit vorzusorgen wird für Österreicher immer wichtiger. Angesichts der zunehmenden Einschränkungen in der staatlichen Gesundheitsvorsorge und die Leistbarkeit des erhöhten Pflegebedarfs machen diese Entwicklung verständlich. Die Einschätzung unserer Financial Planner zeigt klar auf, dass Gesundheitsvorsorge und die Absicherung der Familie wichtige Themen für unsere Kunden sind", sagt Obererlacher.

Österreicher lieben es ausgewogen

Über 70 Prozent der Finanzberater geben an, dass vor allem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag für die Anleger von Bedeutung ist. Für mehr als ein Drittel (35 Prozent) ist es wichtig, vor allem Aufklärungsarbeit zu leisten: „Es ist leider ein weitverbreiteter Irrglaube, dass zum Aufbau einer ausgewogenen Vermögensstruktur große Geldbeträge erforderlich sind. Wichtig für Anleger ist die Diversifizierung ihrer Ersparnisse, aber unabhängig von der Summe“, weiß Obererlacher. Ein erster Schritt, um aus Sparern Anleger zu machen, könnte ein Fondssparplan sein. Mit Fondssparen sei ein Einstieg in die Welt der Investmentfonds schon mit Beträgen ab 50 Euro monatlich möglich, betont der Chef des Finanzdienstleisters. Die Frage nach dem größten Bedeutungszuwachs in den Bereichen Vorsorge, Veranlagung, Versicherung und Finanzierung ergibt einen Favoriten: Nummer 1 ist der Risikoabsicherung. Für knapp 42 Prozent stehen Konzepte zur Absicherung von Risiken wie etwa Berufsunfähigkeit, Unfall, Krankheit oder Pflege im Vordergrund des Kundeninteresses.