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20.04.2017

La Financière de l‘Echiquier führt CO2-Fußabdruck für alle Fonds ein

Die französische Fondsgesellschaft will über die neue gesetzliche Verpflichtung hinaus die Einbeziehung von ESG-Kriterien beim Asset Management offen legen.

Didier Le Menestrel, CEO La Financière de l‘Echiquier

Didier Le Menestrel, CEO La Financière de l‘Echiquier

Foto: LFDE

Mit Artikel 173-VI des französischen Energiewendegesetzes für grünes Wachstum werden in Frankreich neue Informationspflichten für bestimmte institutionelle Anleger und Verwaltungsgesellschaften über die Einbeziehung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und Klimarisiken bei Anlagetätigkeiten eingeführt. Asset Management Gesellschaften sind verpflichtet, diese Informationen für Fonds zu veröffentlichen, deren Nettovermögen zum 31. Dezember 2016 über 500 Millionen Euro beträgt. Demnach unterliegen zwar lediglich vier Fonds von La Financière de l‘Echiquier diesen Berichtspflichten, aber die Gesellschaft hat sich dazu entschlossen, die neue gesetzliche Informationspflicht auf nahezu alle ihre europäischen Aktienfonds auszuweiten. Dies gilt für 80 Prozent des verwalteten Vermögens. „Das Inkrafttreten von Artikel 173-VI stellt eine Möglichkeit dar, um unser Engagement zu verstärken und unsere SRI-Maßnahmen zu erweitern. Das erste Jahr ermöglicht dem Managementteam, sich mit der Verwaltung von Klimarisiken weiter vertraut zu machen“, so Sonia Fasolo, Leiterin des SRI-Analyseteams und Managerin des Fonds Echiquier ISR. „Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: So weisen unsere Wachstumsfonds einen deutlich kleineren CO2-Fußabdruck auf als ihre Benchmark. Beispielsweise der Echiquier Major, einer unserer SRI-Fonds. Pro investierter Million Euro verfügt er über einen sechsmal kleineren CO2-Fußabdruck als sein Referenzindex, der MSCI Europe.“

Für die Messung der Klimarisiken (CO2-Fußabdruck, Beitrag zur Einhaltung des internationalen Ziels zur Begrenzung des Klimawandels auf 2 Grad Celsius) setzt die Fondsgesellschaft auf die Methode und Daten von Trucost, einem unabhängigen auf Umweltforschung spezialisierten Forschungsinstitut. Seit 2007 hat La Financière de l‘Echiquier die ESG-Analyse in ihren Stock-Picking-Prozess aufgenommen. „Seit 2013 formalisieren wir im Rahmen unserer Gespräche mit Unternehmen spezifische Fortschrittsbereiche für nicht-finanzielle Herausforderungen, wie soziale oder ökologische Kriterien“, so CEO Didier Le Menestrel. „Mit dem Entschluss, unser Engagement im Reporting von ESG-Informationen zu verstärken, wollen wir den Einfluss unserer Teams auf diesen wichtigen Teil unserer Verwaltung bekräftigen.“