Meldungen | Altersvorsorge, Anlagestrategie, Beratung, Finanzdienstleister
24.09.2020

Mehr Finanzwissen für Österreich

Top-Finanzberater Österreichs bieten anlässlich des World Financial Planning Day vom 5. bis. 9. Oktober kostenfreie Orientierungsgespräche in Geld-Fragen an.

Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender, Verbandes Financial Planners

Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender, Verbandes Financial Planners

Verbandes Financial Planners

Über Geld spricht man nicht, man hat es. Diese Redewendung kennt fast jeder und viele halten sich auch daran. Sie reden nicht über ihr Einkommen, das Geld auf der hohen Kante, ihr Aktiendepot oder gar die Kreditraten für das neue Eigenheim. Dabei wird gefühlt nirgendwo sonst auf der Welt so wenig über die eigenen Finanzen gesprochen wie in Österreich. Das führt dazu, dass viele Österreicher erschreckend wenig über ihr Vermögen wissen.

Um das Schweigen in Geldangelegenheiten zu brechen und anzuregen, sich mit dem eigenen Hab und Gut auseinanderzusetzen, initiiert der Österreichische Verband Financial Planners eine österreichweite Pro-bono-Beratungsaktion. Die Top-Finanzberater des Landes stellen anlässlich des World Financial Planning Day ihre Zeit und ihr Wissen von 5. bis. 9. Oktober kostenlos zur Verfügung. Dabei gibt es in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, die Orientierungsgespräche nicht nur persönlich, sondern auch via Video-Chat in Anspruch zu nehmen.

„Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann eine Gedichtanalyse schreiben, in vier Sprachen.“ Mit diesem Tweet hatte eine 17-jährige Schülerin vor einigen Jahren eine Debatte über den Stellenwert der Wirtschafts- und Finanzbildung im deutschen Schulsystem befeuert, die ähnlich auch in Österreich geführt wurde und immer noch wird. Denn auch hierzulande ist es mit dem Wissen rund um wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge nicht zum Besten bestellt – das bestätigte erst kürzlich auch die Politik.

Der Preis des Schweigens

So verwies der Finanzminister auf verschiedene Daten, die das mangelnde Finanzwissen belegen. Etwa fühlten sich rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen nicht sicher genug, um eine Wohnung oder ein Auto zu kaufen, zu mieten oder zu leasen. 2019 steckte knapp die Hälfte des Geldvermögens der Österreicher in Bankeinlagen (Sparbücher, Sparkarten und Sichteinlagen), während nur 23 Prozent in Wertpapiere (börsennotierte Aktien, Fonds, Anleihen) investiert war. Ebenfalls würden bis zu 40 Prozent der Ungleichheiten bei der Altersvorsorge durch Unterschiede im Finanzwissen entstehen. Dieser Lücken ist sich die Bevölkerung allerdings auch bewusst: Einer aktuellen Umfrage des Gallup-Instituts zufolge stufen 49 Prozent der Österreicher das eigene Finanzwissen als „unzureichend“ ein und fordern eine bessere Information in der Schule. „Wer über Geld spricht, lernt überdies seine Finanzen zu ordnen und sein Vermögen zu managen. Gleichzeitig ist der eigenverantwortliche Umgang mit diesem Thema ganz wesentlich für die erfolgreiche berufliche und private Lebensplanung“, ist Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Financial Planners und Vorstandsmitglied der Schoellerbank AG, überzeugt.

Beratungen erstmals via Video-Chat

Um die Österreicher anzuregen, sich proaktiv mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, initiierte der Österreichische Verband Financial Planners, der sich seit 2001 für qualitativ hochwertige Beratung in Finanzthemen und verbesserte Finanzbildung hierzulande einsetzt, vor zwei Jahren erstmals eine Pro-Bono-Beratungsaktion. Das positive

Echo aus den Vorjahren nimmt er nun zum Anlass, um die Tradition fortzuführen. Anlässlich des internationalen World Financial Planning Day stellen Finanzexperten, die das Gütesiegel CFP® tragen, ihre Zeit und ihr Wissen von 5. bis 9. Oktober kostenlos zur Verfügung. Das CFP-Siegel hat sich in der internationalen Finanzberatung als Gold-Standard etabliert und zeugt davon, dass der Berater überdurchschnittlich qualifiziert ist und sich zu ständiger Weiterbildung verpflichtet sowie einem strengen Ehrenkodex unterworfen hat. Siegler sagt: „Wir haben in den letzten Wochen intensiv daran gearbeitet, bestens qualifizierte Finanzberater für eine flächendeckende Pro-Bono-Beratung zu gewinnen. Mehr als 60 Experten aus sieben Bundesländern haben sich bereit erklärt mitzumachen.“ Die aktuellen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie und die voranschreitende Digitalisierung in der Finanzbranche haben den Verband dazu bewogen, die Beratungen erstmals auch online – via Video-Chat, beispielsweise Microsoft Teams oder Zoom – anzubieten.

Finanzplanung bedeutet Lebensplanung

Konkret kann somit jeder, der seine Finanzen einmal mit einem Profi besprechen möchte, Fragen rund um das Thema Geld hat oder eine bessere Planung des eigenen Vermögens anstrebt, einen Gesprächstermin zur ersten Orientierung vereinbaren. Mit der Variante der Online-Teilnahme möchte der Verband so vielen Menschen wie möglich die Gelegenheit bieten, die Vorzüge professioneller Finanzplanung kennenzulernen und sie so bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele zu unterstützen.

Wer an einem Termin interessiert ist, findet auf www.cfp.at eine Übersicht aller teilnehmenden Finanzberater und kann sich direkt mit dem gewünschten Experten in Verbindung setzen. Ob das Gespräch persönlich oder via Video-Chat stattfindet, wird anschließend individuell vereinbart.