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06.08.2019

M&G legt ESG-Fonds f├╝r Schwellenl├Ąnderanleihen auf

80 Prozent des Fondsvermögens des M&G (Lux) Emerging Markets Corporate ESG Bond Fund werden in Unternehmensanleihen fließen. Benchmark-Index ist der JPM CEMBI Broad Diversified Index, der in jedem Dreijahreszeitraum übertroffen werden soll.

Charles de Quinsonas, Fondsmanager M&G

Charles de Quinsonas, Fondsmanager M&G

Foto: M&G

M&G Investments hat den M&G (Lux) Emerging Markets Corporate ESG Bond Fund aufgelegt, einen in Luxemburg domizilierten SICAV-Fonds, der in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern investiert und sich dabei an den ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance orientiert. Der Fonds wird von Charles de Quinsonas mit Unterstützung von Claudia Calich, Head of Emerging Market Debt, verwaltet. Beide nutzen dafür die eigenen Kapazitäten von M&G in den Bereichen Schwellenländeranleihen und Kreditanalyse in Verbindung mit dem ESG-Research externer Anbieter. Die Anlagestrategie folgt einem selektiven Ansatz, der sich neben der eingehenden Analyse von Unternehmensanleihen auf die Bewertung der Risiken der jeweiligen Länder stützt. Der Fonds strebt eine Kombination aus Kapitalwachstum und Erträgen an, um eine Rendite zu erzielen, die über jeden beliebigen Dreijahreszeitraum höher ist als die des globalen Marktes für Unternehmensanleihen aus Schwellenländern. Der JPM CEMBI Broad Diversified Index ist ein Referenzindex, auf dessen Grundlage die Performance des Fonds gemessen werden kann.

Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens sind in Schuldtiteln aus Schwellenländern investiert, die von Unternehmen begeben wurden, einschließlich Emittenten, die von Regierungen der Schwellenländer unterstützt werden oder sich in Staatsbesitz befinden. Der Fonds wird überwiegend in auf US-Dollar lautende Anleihen investieren, bietet aber auch abgesicherte Anteilsklassen für Anleger, die das US-Dollar-Risiko absichern wollen. Bei der Kreditanalyse der Anleiheemittenten werden ESG-Kriterien berücksichtigt, deren Bewertung als zusätzlicher Filter für die Ausschlusspolitik des Fonds dient. Daneben erfolgt ein Positiv-Screening: Bei einer vergleichbaren Anleihebewertung bevorzugt der Fonds in der Regel Emittenten mit vorteilhaften ESG-Merkmalen gegenüber Unternehmen mit schwächerem ESG-Profil. Um Wertpapiere zu ermitteln, die die ESG-Kriterien des Fonds erfüllen, werden alle potenziellen Investments in einem dreistufigen Screening-Verfahren analysiert: Zunächst werden Unternehmen aussortiert, die nach Einschätzung des Fonds gegen die Grundsätze des Global Compact der Vereinten Nationen verstoßen. Auf der zweiten Stufe werden Unternehmen herausgefiltert, die ihre Umsätze in bestimmten Sektoren erwirtschaften: Tabak, Alkohol, Pornografie, Glücksspiel, Kraftwerkskohle, Kernenergie, Rüstung und Waffen. Mithilfe von internen Bewertungen und dem ESG-Research externer Anbieter erfolgt schließlich eine Gesamtbeurteilung der ESG-Standards der verbleibenden Unternehmen, wobei unterdurchschnittliche Emittenten ausgeschlossen werden. „Der Markt für Unternehmensanleihen aus Emerging Markets ist in den letzten 15 Jahren rasant gewachsen, vor allem aufgrund der starken wirtschaftlichen Expansion der Schwellenländer“, sagt Charles de Quinsonas, Fondsmanager des M&G (Lux) Emerging Markets Corporate ESG Bond Fund. „Dennoch wird dieses Segment unserer Ansicht nach beim Research immer noch vernachlässigt, so dass sich Anlegern, die über das erforderliche Fachwissen zur Bewertung der titelspezifischen Risiken verfügen, mit aktiver Titelauswahl zahlreiche Anlagemöglichkeiten bieten. Wir halten die ESG-Analyse für eine wichtige Ergänzung der traditionellen Finanzanalyse, denn sie ermöglicht es den Kunden, ihre Anlagen stärker an ökologischen und sozialen Werten auszurichten.“