Meldungen | Versicherungen, Vorsorge
11.04.2012

Nürnberger bringt eigene Versicherungslösung

Seit April dieses Jahres bietet die Nürnberger Versicherung eine spezielle Pflegerentenversicherung an. Obwohl das Bewusstsein für das Pflegerisiko bei den Menschen derzeit noch nicht so stark ausgeprägt ist, geht man in der Nürnberger davon aus, dass die private Pflegevorsorge künftig stark an Bedeutung gewinnen wird. Die Nürnberger will daher mit ihren Vertriebspartnern in den kommenden Monaten verstärkt daran arbeiten, die Kunden für das wichtige Thema der privaten Pflegevorsorge zu sensibilisieren. 

Barbara Neumayr, Produktmanagerin

Barbara Neumayr, Produktmanagerin

Im Jänner 2012 waren rund 432.000 Menschen Bezieher eines Pflegegelds. Das durchschnittliche monatliche Pflegegeld betrug im Jahr 2010 450 Euro, zitiert Nürnberger die Quellen orf.at, das BMASK sowie den Österreichischen Pflegevorsorgebericht 2010. „In der Regel wird das staatliche Pflegegeld aber nicht ausreichen, um die mit einer Pflege verbundenen Kosten zu decken. Wir haben uns daher entschieden, ein eigenes Pflegeprodukt anzubieten, das die finanziellen Folgen im Pflegefall abfedert“, erläutert die zuständige Produktmanagerin bei der Nürnberger, Barbara Neumayr. 

 

Drei Haupttarife, ein Zusatztarif

 

Angeboten werden drei Haupttarife und ein Zusatztarif. „Besonders interessant sind die Tarife mit verminderter Anfangsprämie. Sie sollen einen preisgünstigen Einstieg in die Pflegeabsicherung ermöglichen”, so die Produktmanagerin. Weiters werden ein Tarif mit konstanten Prämien und ein Tarif mit Wartezeit in Verbindung mit vereinfachten Gesundheitsfragen angeboten. Der Versicherungsschutz besteht weltweit. Gewinne können in Investmentfonds angelegt oder verzinslich angesammelt werden. Zudem gibt es Nachversicherungsoptionen und die Möglichkeit eine Karenzzeit zu vereinbaren.

 

Die Pflegerenten-Haupttarife bieten im Leistungsfall die volle Befreiung von der Prämienzahlungspflicht und eine garantierte monatliche Rente. Beim Pflegerenten-Zusatztarif wird im Pflegefall der Zusatztarif selbst von der Prämienzahlungspflicht befreit und eine garantierte monatliche Rente gezahlt. Die Prämienbefreiung sowie die Rentenzahlung erfolgen für die Dauer der Pflegebedürftigkeit, maximal lebenslang.

 

Mit „Plan B” kombinierbar

 

Die Rentenhöhe richtet sich nach dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit, der daran geknüpften Leistungsstufe und dem vereinbarten Leistungsprozentsatz für diese Leistungsstufe. „Das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit kann auf zwei Arten bestimmt werden: nach einem Punktesystem für alltägliche Verrichtungen und nach den gesetzlichen Pflegestufen. Auch Autonomieverlust durch Demenz ist unter bestimmten Voraussetzungen mitversichert”, erklärt Neumayr. 

Die Pflegerente ist unter anderem auch mit dem Berufsunfähigkeitstarif „Plan B” kombinierbar. Damit lasse sich die lebensbegleitende Absicherung des Berufs- und Pflegerisikos in einer Polizze – und zwar schon in jungen Jahren zu einer leistbaren Prämie, wie es heißt – umsetzen.

 

Während der aktiven Berufsphase ist der Berufsunfähigkeitsschutz sehr wichtig, betont Neumayr. Daher bilde der Berufsunfähigkeitstarif „Plan B” die Basis dieser Absicherung. Dazu werde der Pflegerenten-Zusatztarif mit verminderter Anfangsprämie abgeschlossen. Neumayr: „Dadurch können Kunden die Prämienhöhe besser steuern. Wir stehen heute in der Pflege da, wo wir in der Altersvorsorge vor 30 Jahren gestanden sind. Gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern wollen wir in den kommenden Monaten verstärkt daran arbeiten, die Kunden für das wichtige Thema der privaten Pflegevorsorge zu sensibilisieren”.