Meldungen | Marktanalyse, Pensionskassen
02.03.2020

Pensions- und Vorsorgekassen profitierten vom Aufschwung 2019

Laut einer Analyse des Beratungsunternehmens Mercer erzielten die überbetrieblichen Pensionskassen im vergangenen Jahr durchschnittlich 11,82 Prozent

Michaela Plank, Mercer

Michaela Plank, Mercer

Mercer

Die überbetrieblichen Pensionskassen haben im Jahr 2019 ein Plus von 11,82 Prozent erzielt. In der aktuellen Analyse der überbetrieblichen Pensionskassen für 2019, die das Beratungsunternehmen Mercer durchgeführt hat, belegen die APK Pensionskasse und die Allianz Pensionskasse in jeweils zwei Veranlagungskategorien Top-Plätze. Allianz hat in den Kategorien „dynamisch und aktiv“ 16,62 Prozent bzw. 14,26 Prozent erreicht. APK führt das Ranking in den Kategorien „ausgewogen und konservativ“ mit 14,17 Prozent und 12,68 Prozent an.

 

Die BONUS liegt in der „defensiven“ Kategorie mit 8,08 Prozent vorne. Das Jahr 2019 war verlangungstechnisch ein sehr gutes Jahr. Die gute Entwicklung der Aktienmärkte sowie eine ausreichende Diversifikation in der Asset-Allokation und auch die Erweiterung des Portfolios in Richtung „Private Markets“ sind positive Einflussfaktoren“, kommentiert Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich.

Langfristige Performance steht im Vordergrund

Die Ergebnisse zeigen, dass im mittel- bis langfristigen Beobachtungszeitraum eine Performance in der Höhe des marktüblichen Rechnungszinses (Parameter, der für die Berechnung der ersten Pension herangezogen wird) erwirtschaftet wurde. Wichtig für das System ist daher die marktgerechte Festlegung des Rechnungszinses. „Es sollte für jeden einzelnen Pensionsanwärter möglich sein, seinen Rechnungszins am Beginn der Pensionsphase festzulegen und somit selbst darüber zu entscheiden, wie sich seine Pension entwickeln wird“, betont Plank.

APK Vorsorgekasse liegt im Spitzenfeld

Die betrieblichen Vorsorgekassen konnten von der Stimmung am Kapitalmarkt ebenfalls gut profitieren und erzielten ein durchschnittliches Marktergebnis von 5,74 Prozent. Betrachtet man die Performance-Werte der einzelnen Vorsorgekassen, sind große Unterschiede im Anlageergebnis festzustellen – die Bandbreite reicht von 9,87 Prozent bis zu 3,87 Prozent.

Die APK Vorsorgekasse liegt mit 9,87 Prozent im Spitzenfeld, auf Platz zwei die VBV-Vorsorgekasse mit 6,81 Prozent und auf Platz drei die BUAK Vorsorgekasse mit 5,38 Prozent – beide jedoch bereits mit einem deutlichen Abstand.

Der Performance-Unterschied zwischen den österreichischen Vorsorge- und Pensionskassen von über sechs Prozentpunkten ist − neben den unterschiedlich geltenden Veranlagungsvorschriften und der von den Vorsorgekassen zu gewährenden Kapitalgarantie − auch auf die kurze Veranlagungsdauer der Vorsorgegelder zurückzuführen. Anwartschaftsberechtigte können bereits nach drei Jahren eine Auszahlung verlangen, sofern die sonstigen Voraussetzungen für eine Abfindung erfüllt sind.