Meldungen | Altersvorsorge, Versicherungen
03.09.2019

Pensionskassen wehren sich gegen Spekulations-Vorwürfe

Der Fachverbandes der Pensionskassen bezeichnet die Kritik der Liste Jetzt als „Wahlkampf-Polemik“ und verweist u.a. auf die langfristige Performance bei der Betrieblichen Altersvorsorge.

Andreas Zakostelsky, Obmann Fachverband Pensionskassen

Andreas Zakostelsky, Obmann Fachverband Pensionskassen

Foto: WKO

Nach der heftigen Kritik der Liste Jetzt an den Veranlagungs-Politik und der Performance der heimischen Pensionskassen, weisen diese nun die Anschuldigungen zurück. „Nur weil man die Grundprinzipien von kapitalgedeckter Altersvorsorge - wie sie auf der ganzen Welt betrieben wird - nicht versteht, muss man sie nicht schlecht machen“, sagt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, in einer Aussendung und geht damit zum Gegenangriff über. Die Aussagen des Jetzt-Abgeordneten Peter Pilz bezeichnete er als "Anschüttungen" und "Wahlkampf-Polemik". Die von Pilz kritisierten Kürzungen bei den Pensionsleistungen seien nichts Ungewöhnliches: „Das kurzfristige Jahres-Ergebnis 2018 war auf Grund der sehr schlechten Situation auf den Kapitalmärkten negativ und führte teilweise zu Kürzungen, so wie es in guten Jahren zu Erhöhungen kommt“, erklärte der Branchenvertreter. Im ersten Halbjahr 2019 seien die Pensionskassen wieder mit 6,72 Prozent im Plus. Damit konnte die negative Börsenentwicklung des letzten Jahres mehr als aufgeholt werden. Normal sei auch der Abbau von Reserven im Jahr 2018: „Aufgrund der guten Veranlagungsergebnisse der Jahre vor 2018 haben die Pensionskassen Reserven gebildet. Diese 'Schwankungsrückstellungen' bewirken, dass sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht so stark auf die Pensionshöhe auswirken“, so Zakostelsky. Dieses Jahr werde die Reserve wieder aufgefüllt. Ausdrücke wie „Spekulation“ würden nur zu Verunsicherung bei den rund 1 Million Versicherten mit Firmenpensionen führen. „Wenn Dr. Pilz einmal den Dialog mit dem Fachverband der Pensionskassen gesucht hätte, statt Skandalisierungen in die Öffentlichkeit zu tragen, hätte sich diese Verunsicherung vermeiden lassen“, ist der Verbands-Obmann überzeugt.