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17.01.2011

Schroders geht in die Frontier Markets

Der Schroder ISF Frontier Markets Equity Fonds zielt auf Ländermärkte ab, die noch unterbewertet sind 

Der in Deutschland ab sofort zum Vertrieb zugelassene Fonds des britischen Vermögensverwalters Schroders setzt auf die dynamische Entwicklung von Ländern, die an der Grenze zum etablierten Schwellenland stehen. Der Fonds investiert in die sogenannten "Frontier Markets" - Aktienmärkte der kleineren und häufig illiquideren Schwellenländer.
Schroders baut mit der Auflage des Fonds seine Palette bestehend aus 20 in Deutschland zugelassenen Schwellenländeraktienfonds aus. Verwaltet wird der Fonds von Allan Conway, Leiter Schwellenländeraktien, und Rami Sidani, Leiter für die Region Naher Osten und Nordafrika. Derzeit investiert der Schroder ISF Frontier Markets Equity in Unternehmen aus Kuwait (33,2%), Katar (11,6%) und die Vereinigten Arabischen Emirate, sowie Nigeria, Argentinien und Pakistan.
"Der Schroder ISF Frontier Markets Equity eröffnet Investoren den Zugang zu einigen der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt", erläutert Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment, "Schroders besitzt im Nahen Osten eine etablierte Investmentexpertise. Dies ist umso wichtiger, da diese Region mehr als 60 Prozent des MSCI Frontier Markets Index ausmacht." Die in Dubai ansässigen Schroders-Experten haben bereits mit dem in 2007 aufgelegten Schroder ISF Middle East in einige Grenzmärkte investiert. Der Fonds hat über einen Einjahreszeitraum eine Wertentwicklung von 37,2% erzielt.
Grenzmärkte gelten inzwischen als eigenständige Anlageklasse, die große Diversifikationsvorteile bietet, denn die Korrelationen zu Indizes wie dem MSCI Emerging Markets, dem MSCI World oder dem S&P Goldman Sachs Commodity Index sind niedrig. Ihr gemeinsames, nominales Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,2 Billionen US-Dollar entspricht bereits etwa 3,7% des globalen BIP. Ihr starkes Wachstum schlägt sich jedoch noch nicht in den lokalen Aktienmärkten nieder. 
 
Ländergewichtung und Einzelwertauswahl 
 
Der Anlageprozess des Schroder ISF Frontier Markets Equity basiert auf einem disziplinierten und systematischen Ansatz. Die Konstruktion des Portfolios erfolgt zur Hälfte über eine quantitativ basierte Ländergewichtung. Die zweite Hälfte der Portfoliokonstruktion geht auf die fundamentale Einzelwertauswahl zurück, sodass auch das Risiko zwischen Ländergewichtung und Aktienselektion aufgeteilt ist. Bei einem jährlichen Portfolioumschlag von 80% bis 100% legt der Fonds konzentriert in 50 bis 70 Aktien an. Eine Euro-gehedgte Version des Fonds sollte im Laufe des Jahres für deutsche Anleger erhältlich sein.