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17.08.2017

Sicherheits-Test für Smartphone-Apps

Banken und Versicherungen setzen verstärkt auf mobile Anwendungen. Mit der neuen EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGV) tritt ab Mai 2018 erstmalig ein einheitlicher Rechtsrahmen zum Datenschutz in Kraft.

Foto: IQ mobile

Smartphone statt PC – viele Unternehmen, darunter immer mehr Banken und Versicherungen, ermöglichen ihren Kunden den Umstieg auf mobile Endgeräte. Die Smartphone-App wird somit für viele Kunden zur Schaltzentrale für die unterschiedlichsten Anwendungen im Finanzbereich. Die auf den mobilen Applikationen angebotenen Funktionen werden immer komplexer und die gemanagten Daten folglich immer umfangreicher und sensibler. Die EU hat vor diesem Hintergrund mit der neuen EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGV) erstmalig einen einheitlichen Rechtsrahmen zum Schutz der Verbraucher geschaffen. Die Unternehmen müssen künftig die Einhaltung der neuen Datenschutzregeln durch geeignete technische Maßnahmen sicherstellen. Vor Inkrafttreten der Verordnung im Mai 2018 können Anbieter nun einen mehrstufigen Sicherheits-Check samt individueller Bewertungsanalyse für mobile Applikationen durchführen. „Das Testverfahren haben wir zusammen mit international führenden und mehrfach ausgezeichneten Offensive Security Certified-Experten entwickelt“, sagt Harald Winkelhofer, Geschäftsführer des Software-Entwicklers IQ mobile. „Damit können sich Unternehmen optimal auf die in naher Zukunft europaweit geltenden strengen Datenschutzvorschriften vorbereiten und vorhandene Sicherheitslücken schließen.“ Der Test beinhaltet neben einer ausführlichen Beratung eine Schutzbedarfsanalyse mit konkreten Handlungsanweisungen. Darüber hinaus erhalten bereits von Hackern angegriffene Firmen mithilfe von Forensik-Spezialisten und App-Rescue-Experten Empfehlungen für eine nachhaltige Prävention ihrer App.

Anbieter werden zum Datenschutz verpflichtet

„Eine erfolgreiche App muss ganzheitlich betreut, beworben, gemessen und optimiert werden. Neben einem überzeugenden Store-Auftritt, aussagekräftigen Screenshots oder klar ersichtlichen USPs spielen vor allem Sicherheitsaspekte eine Schlüsselrolle“, weiß Winkelhofer. „Dieses Thema steht vor dem Hintergrund der in einem Jahr geltenden neuen EU-Richtlinien für den Datenschutz bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda.“ Denn nach den neuen Regeln der DSGV sind Unternehmen verpflichtet, angemessene Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre einzurichten, andernfalls drohen empfindliche Geldbußen oder gar Strafverfahren. Gleichzeitig tun sich neue Angriffsflächen für Kriminelle auf: Inzwischen nehmen immer mehr User auch Wertpapiergeschäfte oder das Vermögensmanagement über Apps vor. Zudem hält auch das Bezahlen mittels Smartphone anstelle der Geldbörse zunehmend Einzug in den Alltag und Versicherungen stellen die Schadensmeldungen bei KfZ-Versicherungen auf minutenschnelle Abwicklung mittels Apps um.