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30.01.2019

So wählen Konsumenten ihren Finanzberater aus

Laut einer Umfrage des Österreichischen Verbands Financial Planners ist die Rendite nur für 5 Prozent der Anleger entscheidend, wie sie ihren Finanzberater beurteilen. Vertrauen und Erhalt des Vermögens spielen eine große Rolle.

Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender Verband Financial Planners

Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender Verband Financial Planners

Foto: Verband Financial Planners

Der Markt für Finanzberater ist hart umkämpft – dabei sind Weiterempfehlungen das A und O, um Geschäft aufzubauen oder zu sichern. Bevor Klienten allerdings für einen Berater ihre Hand ins Feuer legen, müssen sie selbst erst einmal mit den erbrachten Leistungen zufrieden sein. Eine aktuelle Kundenumfrage des Österreichischen Verbands Financial Planners zeigt, worauf Anleger hierzulande Wert legen und welche Anforderungen für den Finanzberater von morgen unerlässlich sind. Insgesamt haben 350 Personen, die Leistungen von zertifizierten Finanzberatern in Anspruch nehmen, teilgenommen. Zwei Drittel der Befragten sind männlich, ein Drittel weiblich. Wenig überraschend ist es für 99 Prozent der österreichischen Anleger „sehr wichtig“ oder „wichtig“, dass ihr Finanzberater sich permanent weiterbildet. Umfragen und Studien schneiden das Thema immer wieder an: Klienten fehlt häufig das Vertrauen in Berater und ihre Fähigkeiten. Belegte Qualifikation der Finanzberater kann dem entgegenwirken. "Die Ergebnisse der Studie zeigen einmal mehr, dass Qualifikationen wie die angesehene CFP-Zertifizierung mehr als nur Titel sind. Da diese in der Regel für zwei Jahre befristet vergeben werden, können sich Kunden darauf verlassen, dass zertifizierte Professionals immer top geschult und auf dem neuesten Stand sind", kommentiert Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Verbands Financial Planners.

Vertrauen wichtiger als Rendite

Durch die Umfragezahlen hinweg zeichnet sich ein klares Bild ab, das für Qualität und Nachhaltigkeit spricht. Den Mehrwert der Zusammenarbeit mit ihrem Berater messen 51 Prozent der Anleger hierzulande am Gefühl, ihr Vermögen wäre "gut aufgehoben". Überraschenderweise machen nur 5 Prozent den Mehrwert der Zusammenarbeit an der Rendite fest. Dies zeigt: Österreichs Anleger setzen auf langfristige Vertrauensbeziehungen, anstatt dem schnellen Geld hinterherzujagen. Passend dazu ist es für 93 Prozent der Befragten „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“, dass sich ihr Berater einem strengen Ehrenkodex unterwirft, der Sanktionsmechanismen mit sich bringt. Die Mehrzahl der Befragten ist dabei überzeugt, dass dieser Kodex auch Anwendung findet: 67 Prozent stimmen der Aussage, ihr Finanzberater würde sich bei seinen Empfehlungen ausschließlich am Kundenwohl orientieren, "vollinhaltlich zu". Weitere 32 Prozent „stimmen zu“. Aus diesen Antworten geht hervor, dass neben fachlicher Kompetenz auch Soft Skills in der Finanzberatung nicht nur en vogue sind, sondern unerlässlich, um bei Kunden weiterhin hoch im Kurs zu stehen. „Es geht darum, Präsenz zu zeigen, permanent in Qualität zu investieren und so das Vertrauen der Kunden zu gewinnen – und für die Zukunft zu bewahren“, fasst Siegler die Kernergebnisse der Studie abschließend zusammen.