Meldungen | Marktausblick
20.12.2018

Spängler IQAM Invest bleibt weiterhin bei Aktien

Beim Marktausblick für 2019 sieht das Management der Fondsgesellschaft die Aktien in den USA und Europa weiterhin als attraktiv an und das italienische Staatsbudget als Gefahr.

Josef Zechner, Spängler IQAM Invest

Josef Zechner, Spängler IQAM Invest

Foto: Spängler IQAM Invest

Aktien seien praktisch alternativlos, hieß es in den vergangenen Jahren in den Marktausblicken, denn alles andere liefere keine Rendite. Dieses Jahr stellt sich die Lage etwas anders dar, jedenfalls bei Spängler IQAM Invest im kürzlich präsentierten Marktausblick für das Jahr 2019. Denn nach den Kursverlusten in diesem Jahr, sind Aktien wieder etwas günstiger geworden. In Europa blieb die lange erwartete Dynamik nach oben wieder aus. „Einem starken Wachstum in den USA steht im kommenden Jahr eine erwartete Abschwächung in China und einer schwachen Nachfrage in Europa gegenüber“, meint Thomas Steinberger, CIO und Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest. „Die Brexit-Unsicherheit belastet die Märkte in Europa, die Konjunkturdynamik in der Eurozone hat sich aber in den letzten Monaten stabilisiert“.

Weitere Zinsanhebungen durch die Fed?

Der enge Arbeitsmarkt führt zu steigender Lohninflation in den USA, stabile Rohstoffpreise und der starke US-Dollar verringern aber den Druck auf die Fed die Zinsen auch 2019 weiter zu erhöhen. Die US-Staatsanleiherenditen sollten sich im kommenden Jahr bei rund 3% stabilisieren, prognostiziert Steinberger. Die EZB hingegen wird bei der Normalisierung der Geldpolitik nur langsam Fortschritte machen und temporär wohl auch Inflationsraten über dem Notenbankziel tolerieren. Spängler IQAM Invest erwartet, dass der Euro-Wechselkurs voraussichtlich nach wie vor unter Druck bleiben wird, und es in den Risikoszenarien sogar ein weiteres Aufwärtspotenzial für US-Dollar und Japanischen Yen geben könnte. „In Europa und Japan ist es bis zur Normalisierung der Zinssätze noch ein weiter Weg“, so Steinberger. Der Konflikt um die Fiskalpolitik zwischen Italien und der EU-Kommission werde sich tendenziell zuspitzen. „US-Ratingagenturen könnten jederzeit eine Staatsinsolvenz Italiens auslösen. Die aktuelle Konjunkturdynamik in Italien ist besonders schwach, jedoch gibt es kaum Spielraum für wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen.“ Zuletzt haben sich die Industrieproduktionszahlen in der Eurozone auf tiefem Niveau wieder stabilisiert.

Entwicklungen von Anleihen, Aktien und Rohstoffen

Die erwartete reale Rendite ausfallsrisikoloser Staatsanleihen im Euro ist weiterhin klar negativ. Ein Großteil der USD-Anleihen verspricht im Gegensatz dazu mittelfristig ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis. Auch Renditen für Emerging Market-Bonds erscheinen aktuell sowohl in Hart- als auch Lokalwährung wieder attraktiv. Die Aktienmärkte sind nach der Korrektur im Oktober wieder attraktiver gepreist, vor allem europäische und Emerging Markets-Aktien scheinen attraktiv. „Rohstoffpreise sind im historischen Vergleich niedrig und haben bei negativen Konjunkturentwicklungen weiteres Potenzial für Preisrückgänge“, so die Prognose von Steinberger. Josef Zechner, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung bei Spängler IQAM Invest, empfielt die Assetklasse Aktien im Jahr 2019 mit Fokus auf Europa und Schwellenländer moderat übergewichtet zu halten: „Das US-Gewicht sollte neutral gehalten werden. Nach der negativen Marktentwicklung im Jahr 2018 sind viele Aktienmärkte wieder günstig gepreist, vor allem europäische und EM-Aktien bieten hohe Dividendenrenditen und signifikantes Aufwärtspotenzial.“ Euro- und US-Dollar-Zinssätze werden 2019 voraussichtlich leicht ansteigen, der EUR/USD-Wechselkurs weitgehend stabil bleiben. Die Duration bei Euro-Staatsanleihen sollte daher relativ niedrig gehalten werden, so Zechner: „Emerging Markets-Staatsanleihen in Hart- und Lokalwährung bieten sehr gute Renditen und sollten daher übergewichtet werden“, meint Zechner. Unternehmensanleihen sind zwar wieder attraktiver geworden, 2019 aber durch rückläufige Liquidität auf den Märkten weiter belastet.

Fair-Alpha-Fee bei Aktienfonds ab 2019

Für institutionelle Investoren bietet Spängler IQAM Invest ab 4. Jänner 2019 eine „Fair-Alpha-Fee“ bei Aktienfonds an. „Wir entlohnen damit die Leistung, die passive Indexfonds nicht bieten. Ziel ist eine Verbesserung der Performance und damit eine Erhöhung der Attraktivität unserer Aktienfonds bei institutionellen Investoren“, erklärt Geschäftsführer Markus Ploner diesen Schritt. Im Detail sieht das wie folgt aus: Spängler IQAM Invest legt neue Tranchen für alle Aktienfonds mit einem Mindestinvestment von 7,5 Millionen Euro auf. Liegt der Fonds in einem Monat vor der Benchmark, wird im nächsten Monat die komplette Management Fee (1,20% p.a.) verrechnet. Liegt der Fonds in einem Monat hinter der Benchmark, wird im nächsten Monat eine verminderte Management Fee (0,40 % p.a.) verrechnet.