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08.09.2017

Spängler IQAM zeichnet finanzwissenschaftliche Arbeit aus

Eine Studie zu Ertragsanomalien in Aktienmärkten holte sich den Best Paper Prize 2016, der bei der EFA-Jahrestagung vergeben wurde.

Im Rahmen der 44. Jahrestagung der European Finance Association (EFA) in Mannheim wurde bereits zum siebten Mal in Folge der „Spängler IQAM Best Paper Prize“ verliehen. Mehr als 800 Teilnehmer nahmen an der Konferenz in diesem Jahr teil, darunter neben renommierten Wissenschaftlern aus aller Welt auch viele Praktiker. Der Preis wurde heuer an die Autoren Christopher S. Jones von der Marshall School of Business an der University of Southern California und an Lukasz Pomorski von der Rotman School of Management an der University of Toronto für ihre Arbeit „Investing in Disappearing Anomalies“ verliehen. 38 Wissenschafter von Universitäten in Europa, den USA und Asien saßen in der Jury und haben für den Best Paper Prize die beste Arbeit unter allen im abgelaufenen Jahr in der Zeitschrift der European Finance Association „Review of Finance“ veröffentlichten Arbeiten ausgewählt.

Die Autoren untersuchten Ertragsanomalien in Aktienmärkten und deren Einfluss auf eine optimale Portfoliogewichtung über den Zeitraum nach Veröffentlichung der Anomalie. Aus früheren Untersuchungen weiß man, dass sich Anomalien stark darin unterscheiden, wie sich ihre Stärke verändert nachdem sie in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert wurden. Manche Anomalien verschwinden sehr rasch nach deren Publikation, andere bleiben selbst nach Jahrzehnten noch bestehen und sollen daher im Faktor-Universum eines Investors mehr Beachtung finden als andere. Die Arbeit zeigt, wie man das Abklingverhalten einer Anomalie aus den Daten schätzt und wie ein optimales Portfolio dieses Abklingverhalten berücksichtigt um die Performance von Faktorportfolios deutlich zu verbessern.