Meldungen | Nachhaltige Investments
23.08.2018

Swisscanto Invest benennt Nachhaltigkeits-Fonds um

Die Produktlinie "Green Invest" wird zu "Sustainable", was den stregen Ansatz unterstreichen soll. Aus den ehemals vier Teilfonds werden drei mit unterschiedlicher Asset Allocation.

Jan Sobotta, Swisscanto Invest

Jan Sobotta, Swisscanto Invest

Foto: Swisscanto AM

20 Jahre nach der Lancierung ihres ersten nachhaltigen Aktienfonds schärft Swisscanto Invest ihr Profil im Bereich der Nachhaltigkeitsfonds. Nachdem im März die bis dato herkömmlichen Mischfonds den Namenszusatz Responsible erhielten und seither grundsätzlich Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, wird die bisherige Green Invest-Produktpalette umbenannt und neu gegliedert. „Statt Green Invest lautet per 13. August die Fonds-Kennzeichnung Sustainable. Damit tragen wir dem im Marktvergleich sehr strengen nachhaltigen Ansatz Rechnung. Gleichzeitig erfolgen Fusionen bei den nachhaltigen Teilfonds. Ab sofort stehen Investoren drei Sustainable-Fonds statt bisher vier Green Invest-Produkte zur Verfügung: ein Rentenprodukt, ein Mischfonds sowie ein reiner Aktienfonds. Mit dieser klaren Strukturierung bedienen wir die wichtigsten Kategorien und bieten Investoren, die einen puristischen Nachhaltigkeitsansatz wünschen, interessante Lösungen mit ausschüttenden und thesaurierenden Tranchen“, sagt Jan Sobotta, Leiter Sales Ausland bei Swisscanto Asset Management International S.A. in Frankfurt am Main.

Hell- und dunkelgrün

Nachhaltigkeitsaffine Anleger können ab sofort aus den Produktlinien „Sustainable“ mit den erwähnten drei Fonds und „Responsible“ mit fünf Fonds wählen. Der Responsible-Standard ist gemäß der Namensgebung für verantwortungsbewusste Investoren, die zumindest einen nachhaltigen Basis-Ansatz wünschen. Hier werden in einem ersten Schritt diverse Ausschlusskriterien angewendet und damit sieben Prozent der problematischsten Unternehmen ausgeschlossen. Im zweiten Schritt kommt ein so genanntes „Laggard-Out“-Verfahren zur Anwendung - das heißt, es werden die aus Nachhaltigkeitssicht kontroversesten Unternehmen gemieden. Am Ende steht ein um rund 20 Prozent reduziertes und entsprechend nachhaltigeres Anlageuniversum zur Verfügung. Während der Responsible-Ansatz die systematische Reduktion von ESG-Risiken als Ziel hat, stehen bei den Sustainable-Fonds die systematische Konzentration auf Rendite mit gesellschaftlichem Nutzen im Vordergrund. Umfangreiche Ausschlusskriterien schließen von Beginn an 20 Prozent der Unternehmen aus. Mittels „Best-in-class“-Methode anhand 45 ESG-Kriterien und einer nachfolgenden Impact-Analyse werden die Unternehmen mit dem höchsten gesellschaftlichen Nutzen und starken Wachstumsaussichten identifiziert. Ein um rund 70 Prozent reduziertes Ausgangsuniversum führt zu nachhaltigen Portfolios, die die Erwartungen puristischer Nachhaltigkeitsinvestoren erfüllen sollen.