Meldungen | Banken
20.02.2012

Urabstimmung zu Banken-Kollektivvertrag

Bis 24. Februar können die Beschäftigen darüber bestimmen, ob das Angebot der Arbeitgeber akzeptabel ist. Die Gewerkschaft fordert um 4,9% mehr Lohn.

Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden startet am Freitag unter den Beschäftigten im Finance-Bereich eine Urabstimmung zum Angebot der Arbeitgeber und den weiteren Maßnahmen der GPA-djp. Bis 24. Februar sind rund 80.000 Beschäftigte in ganz Österreich aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Am 28. Februar werden die Verhandlungen dann fortgesetzt.

 

Die Banken-Gewerkschafter fordern eine Gehaltserhöhung von 4,9%, die Arbeitgeber haben zuletzt eine Einmalzahlung von 30 Euro angeboten. "Dieses Angebot bewirkt für alle Beschäftigten im Finance-Bereich einen deutlichen Reallohnverlust", sagt Wolfgang Heinzl, GPA-djp-Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria, zum Verhandlungsstand, "Die Arbeitgeberseite hat damit bewiesen, dass sie von einer realistischen Einschätzung der Erwartungshaltung der Beschäftigten weit entfernt ist." Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 2.542 Euro z.B. würde die 30 Euro nur +1,18% bedeuten.

 

Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria, zeigte sich gegenüber dem „Kurier“ zuversichtlich, dass am Ende noch ein akzeptables Ergebnis herauskomme. Die geforderten 4,9% seien aber zu viel, vor allem für angeschlagene Bankhäuser. Eine differenzierte Entlohnung je nach Zustand der Bank wurde von der Gewerkschaft aber abgelehnt.