Meldungen | Investmentfonds
12.10.2017

Veritas bestückt Infrastrukturfonds neu

Ein Fünftel der Titel wurden beim aktuellen Rebalancing ausgetauscht. Im 1-Jahresvergleich konnte der Ve-RI Listed Infrastructure Fonds der Frankfurter Kapitalverwaltungsgesellschaft Veritas um 9 Prozent zulegen.

Christian Riemann, Head of Fund Management bei Veritas Investent

Christian Riemann, Head of Fund Management bei Veritas Investent

Veritas Investment

Diesen Oktober wurde das in jedem Quartal stattfindende Rebalancing des Ve-RI Listed Infrastructure abgeschlossen. Insgesamt sechs der dreißig sich im Portfolio befindlichen Titel wurden im Zuge der Reallokation ausgetauscht. Einziger deutscher Wert in dem internationalen Portfolio von Infrastrukturunternehmen ist die Hamburger Hafen und Logistik AG. Der Ve-RI Listed Infrastructure investiert in Kerninfrastrukturunternehmen, die beispielsweise Energie- und Kommunikationsnetzwerke zur Verfügung stellen, Mautstraßen und Brücken sowie See- und Flughäfen betreiben. Dagegen werden Betriebe mit Schwerpunkt auf Energieproduktion oder soziale Infrastruktur bewusst ausgeschlossen. „Festgelegte Nutzungsgebühren sichern den von uns selektierten Kerninfrastrukturunternehmen stabile Einnahmen und dies recht konjunkturunabhängig. Die Höhe der vereinnahmten Nutzungsentgelte ist in der Regel an die Inflationsrate gekoppelt und atmet mit dieser mit. Im Regelfall ist die Wettbewerbssituation eingeschränkt. Denn wo ein Infrastrukturnetz bereits besteht, wird selten ein zweites daneben errichtet“, so Christian Riemann, zuständiger Fondsmanager bei Veritas Investment.

Mehr Diversifikation im neuen Quartal

Weiterhin sind Kerninfrastrukturunternehmen aus den USA mit einem Anteil von 27 Prozent am stärksten vertreten. Das ist um 3 Prozent weniger als im vorangegangenen Quartal. Neu Hinzugekommen sind jeweils ein Unternehmen aus Deutschland (Hamburger Hafen und Logistik AG) sowie der belgische Energienetzwerkbetreiber Elia System Operator SA. Damit steigt die Länderdiversifikation von neun auf elf. Neben den USA haben Großbritannien und Italien ein Unternehmen abgegeben. Das bestehende Ländercap des Fonds, das bei 30 Prozent liegt, wird damit von keiner Region berührt. Unternehmen aus dem Bereich der Energiedistribution machen mit 47 Prozent weiterhin den größten Anteil aus. Gleichzeitig sind mit Wasserversorgung und Schienennetze zwei weitere Sektoren hinzugekommen. Auch der Sektor Mautstraßen wuchs um ein weiteres Unternehmen aus Hong Kong auf nun 10 Prozent. Dieser Anstieg der Diversifikation über Regionen und Sektoren hinweg verhindert, dass sich der Fonds zu stark von der konjunkturellen Infrastrukturentwicklung abhängig macht.

Stabilität und Nachhaltigkeit bevorzugt

Innerhalb eines Jahres konnte der Fonds um 9,05 Prozent zulegen. Die Basis des Investmentprozesses bildet das hauseigen entwickelte Quality-Value-Modell. Unternehmen mit hohen Verlustrisiken in Stressphasen werden durch den extreme Value-at-Risk als weiteres Selektionskriterium identifiziert. Darüber hinaus werden Nachhaltigkeitskriterien (ESG - Environment, Social, Governance) herangezogen, um möglichst gut geführte Unternehmen zu berücksichtigen. Am Ende des Selektionsprozesses entsteht eine Rangliste von rund 300 weltweiten Infrastrukturaktien, die diesen Investmentprozess durchlaufen haben. Die dreißig besten Unternehmen aus diesem Ranking werden gleich gewichtet in den Fonds aufgenommen. Quartalsweise wird der Selektionsprozess wiederholt und die Fondszusammensetzung gegebenenfalls angepasst.