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15.12.2011

Vorsorgewohnung einmal anders

Gerhard Frank, Inhaber von www.govienna.net, denkt bei Vorsorgewohnungen in erster Linie an Ferienimmobilien. Sie böten ein viel höheres Potenzial. Dies sollten Steuer- oder Vermögensberater noch bedenken, wenn beim Kundenkontakt Immobilien das Thema sind. 

Gerhard Frank, Inhaber und Betreiber von www.govienna.net

Gerhard Frank, Inhaber und Betreiber von www.govienna.net

FONDS exklusiv: Angesichts der tiefen Zinsen und der weltweiten Verwerfungen an den Finanz- und Kapitalmärkten boomt der Immobiliensektor. Immer mehr Menschen denken daran, in eine sogenannte Vorsorgewohnung zu investieren, die rein für die Zwecke der Vermietung angekauft wird und auch in steuerlicher Hinsicht interessant ist. Sie aber denken beim Wort „Vorsorgewohnung“ an ein anderes Modell. Was verstehen Sie darunter?

 

Gerhard Frank: Die Vermietung einer Vorsorgewohnung ist ja schön und gut. Aber bei Nutzung derselben Wohnung als Ferienimmobilie ist eine viel höhere Rendite möglich. Ein reales Beispiel: Eine rund 50 Quadratmeter große Wohnung im 10. Wiener Bezirk bringt im Monat ca. 450 Euro Miete – ohne Betriebskosten. Als Ferienwohnung kann man 60 Euro je Nacht lukrieren, bis zu fünf Personen können dort nächtigen. Der potenzielle Umsatz ist so  ein Vielfaches. Und speziell in der Krise sind die Gäste kostenbewusster geworden, die Krise hat also nicht geschadet.

 

FONDS exklusiv: Das klingt ja zu schön, um wahr zu sein. Wie stellt man es also an, will man ebensolche Umsätze machen?

 

Gerhard Frank: Erstens man braucht ein entsprechendes Objekt, zweitens dieses muss gut vermarktet werden.

 

FONDS exklusiv: Welche Kriterien sind maßgeblich bei der Objektwahl?

 

Gerhard Frank: Da ist zunächst einmal die Lage. Wien ist ein gutes Pflaster, Salzburg auch noch. In den anderen Landeshauptstädten besteht eher wenig Bedarf. In Wien sind alle Inner-Gürtel-Bezirke geeignet, also die Bezirke 1 bis 9, aber auch beispielsweise der 10. Bezirk. Es geht in erster Linie um die öffentliche Verkehrsanbindung, die Gäste wollen rasch im Zentrum sein.

Dann ist die Größe relevant. Die Wohnung  braucht nicht übermäßig  groß sein, es sei denn, es handelt sich um ein Objekt für das Luxussegment. Apartment-Touristen sind es gewohnt, mit weniger Platz auszukommen und schon mal auf der Schlafcouch zu nächtigen. Ein Apartment bietet im Regelfall immer noch mehr Platz als ein Hotelzimmer. Kleinere Wohnungen sind besser, weil die Kostenbasis geringer ist und man trotzdem mehrere Personen unterbringen kann. Die Investitionen in die Ausstattung sind vergleichsweise gering, denn die Touristen halten sich tagsüber wenig im Apartment auf. Das heißt, auch die Instandhaltungskosten für Abnutzung sind relativ gering. Vom Gebäude her werden Stil-Altbauten, Jahrhundertwende-Häuser natürlich von den Gästen sehr geschätzt.

 

FONDS exklusiv: Wie bekomme ich mein Objekt dann an den Mann bzw. die Frau?

 

Gerhard Frank: Ein ganzes Haus ist leichter zu vermarkten als ein einzelnes Objekt. Aber nicht jeder kann und will sich das leisten oder möchte in die gewerbliche Vermietung fallen. Grundsätzlich gilt: Ohne Internet geht es nicht. Wir bieten Unterstützung in zwei Varianten an: Entweder wird die Wohnung auf unseren eigenen Websites wie „www.govienna.net“ oder „www.apartments-in-wien.eu“ und auf den Partnersites wie „www.expedia.com“, „www.wimdu.at“ usw. vermarktet, oder bei der zweiten Variante bekommt der Kunde eine eigene Website, z.B. „www.apartment-rentals-vienna.at“, und wir unterstützen ihn bei deren Vermarktung. Die Buchungen laufen über unser dazu eigens entwickeltes Buchungssystem.

Abgerechnet wird monatlich, auf Wunsch schließen wir Monatsverträge ab, dies bedeutet große Freiheit für den Kunden.

 

FONDS exklusiv: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

 

Gerhard Frank: Wir halten uns an das Modell des Profit-Sharing: Alles, was die erzielbare Miete plus 100 Euro übersteigt, wird geteilt. Aber es können auch andere Modelle vereinbart werden.