Meldungen | Immobilien, Marktausblick
27.11.2019

"Wohnungsneubau ist 2020 Kapitalanlagethema Nummer eins"

Der auf Immobilienbeteiligungen spezialisierte Projekt Unternehmensverbund blickt mit Zuversicht auf 2020. Das Niedrigzinsumfeld werden bleiben und die Immobilienpreise in den deutschen Metropolen und Wien sind zuletzt weiter gestiegen, sagt Vorstandssprecher Ottmar Heinen.

Ottmar Heinen, Vorstandssprecher Project

Ottmar Heinen, Vorstandssprecher Project

Foto: Project

Die Immobilienbranche zählt zu jenen, die von den niedrigen Zinsen profitieren. Nicht nur weil Finanzierungen weniger kosten, sondern auch weil weiter Anlegergeld auf der Suche nach Rendite in das „Betongold“ fließt. Beim deutschen Immobilienentwickler Project erwartet man, dass die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken bis mindestens 2025 andauern wird. Die neue EZB-Chefin Christine Lagarde könnte sogar weitere Zinsschritte nach unten einläuten, um ans Limit zu gehen – im Bestreben, Europas Binnenmärkte zu mehr Investitionen zu bewegen und konjunkturelle Schwankungen abzufedern. Diese Entwicklung spricht für weitere Zuflüsse in Eigentumswohnungen und selbstgenutztes Wohneigentum. „Vermutlich werden wir das Jahrzehnt mit den günstigsten Finanzierungskonditionen für den Immobilienerwerb im deutschsprachigen Raum erleben. Die Banken werden sukzessive dazu übergehen, selbst bei Privatanlegern Negativzinsen zu verlangen“, meint Ottmar Heinen, Vorstandssprecher der Project Beteiligungen AG. „Damit steuern diese mangels Alternativen verstärkt eigengenutztes Wohneigentum als sicheren Hafen und als Alternative zum stetig steigenden Mietaufwand an. Hier besteht noch viel Potenzial – die Eigentumsquote in Wien mit rund 20 Prozent ist im europäischen Vergleich sehr gering.“ Es seien auch zunehmend Zuflüsse aus dem Vermögen der Erbengeneration und fällige Lebensversicherungen der Babyboomer Jahrgänge in Sachwerte zu erwarten.

Ende der Wohnungsknappheit?

Auf das Immobilienjahr 2020 und darüber hinaus blickt man bei Project mit viel Optimismus, auch wenn laut einer aktuellen Studie für 2020 in Wien das vorläufige Ende der Wohnungsknappheit erwartet wird. Der Wohnungsbestand entspricht dann – theoretisch – der Menge der Haushalte. „Auf dem Papier ist eine ausreichende Anzahl an Wohnungen vorhanden. Das heißt aber nicht, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, aber trotzdem leistbaren Wohnungen gedeckt ist“, betont Heinen. Der Unternehmensverbund konzentriert sich ausschließlich auf von staatlichen Eingriffen unabhängige Neubauprojekte. Junge Familien etwa suchen ein Umfeld, dass für jedes Familienmitglied angenehm ist und eine gute Infrastruktur bietet. „An dieser Weggabelung muss sich jeder die Frage stellen, ob man lieber den Kompromiss eingeht, in einer regulierten Mietwohnung mit Einschränkungen zu wohnen oder sich eine eigene moderne, individuell zugeschnittene Eigentumswohnung kauft.“

Institutionelle sind Vorreiter

Ein Drittel des Kapitals in Deutschland erhält die Project Investment Gruppe von institutionellen Anlegern, die schon seit Jahren zu alternativen Anlagen tendieren. 2020 könnte sich dieser Trend verstärken, wenn die älteren, noch rentablen Staatsanleihen dieser Klientel auslaufen. In Österreich können institutionelle Investoren in Form einer Luxemburger Namensschuldverschreibung die Vorteile nutzen. Die Namensschuldverschreibung investiert in dieselben Projekte wie der für deutsche Investoren aufgelegte Spezial-AIF und profitiert gleichermaßen von der Wertentwicklung. Im institutionellen Bereich stehen Develop & Hold-Konzepte neben den Projektentwicklungsfonds im Vordergrund der für 2020 geplanten Aktivitäten. Man nimmt das Projektentwicklungsrisiko in Kauf, grenzt es mit einem erfahrenen Asset Manager ein und kann so günstig beschaffen und dann lange einen jungen Bestand mit im Vergleich zu älteren Immobilien deutlich niedrigeren laufenden Kosten halten. So lässt sich relativ schnell ein überdurchschnittlicher laufender Cash-Flow generieren.

Nachhaltigkeit gewinnt 2020 an Bedeutung

ESG-Kriterien stehen für institutionelle Investoren inzwischen ganz oben auf der Agenda. „Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt mehr und mehr gesamtgesellschaftlich an Bedeutung, auch bei Privatinvestoren. Umweltschonende, energieeffiziente Lösungen haben für uns daher höchste Priorität. Dazu gehören beispielsweise Flächeneffizienz und die nachhaltige Nutzung von Land und Boden“, erklärt Michael Weniger, Vorstandsvorsitzender Project Real Estate AG. „Aber auch Klimaschutz und eine energieeffiziente Bauweise, die energetische Mindeststandards für Neubauten wenn möglich sogar übertrifft, stehen auf dem Plan.“ Mit der Errichtung von überwiegend KfW 55-Effizienzhäusern übererfüllt Project Immobilien diese Vorgaben bereits jetzt. „Die Anlagentechnik der Bauten mit Kraft-Wärme-Kopplungen, Geothermie, Photovoltaik, Fernwärme und Solar befindet sich auf dem neuesten Stand und die Verwendung regionaler, langlebiger Baustoffe steht ganz oben auf der Agenda“, sagt Weniger. Das bereits vorhandene ESG-Reporting und -Controlling werde weiter ausgebaut und verschafft Investoren die entsprechende Transparenz.