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US-Arbeitsmarkt im Dezember

Januar 2026
Weshalb es für die Notenbank in den USA keinen Anlass rasch zu handeln gibt, erläutert Christian Scherrmann, Chefvolkswirt USA bei der DWS.
DWS
Christian Scherrmann, DWS

Die US-Arbeitsmarktdaten für Dezember 2025 fielen gemischt aus, betont Christian Scherrmann, Chefvolkswirt USA bei der DWS. So ging die Zahl der Neueinstellungen von 56.000 auf immer noch robuste 50.000 zurück, während die Arbeitslosenquote stärker als erwartet sank – von 4,5 Prozent auf 4,4 Prozent. Dieser Rückgang fiel mit einem leichten Rückgang der Erwerbsquote von 62,5 Prozent auf 62,4 Prozent zusammen. Während der Dienstleistungssektor (+58.000) und der öffentliche Sektor (+13.000) neue Arbeitsplätze schufen, blieb der produzierende Sektor in Bezug auf die Neueinstellungen hinter den Erwartungen zurück und baute 21.000 Arbeitsplätze ab.

MODERATES LOHNWACHSTUM

Dies steht im Einklang mit den Einkaufsmanagerindizes, jedoch nicht mit Aussagen, die auf eine Zunahme der Produktionstätigkeit hindeuten. Die Löhne stiegen im Monatsvergleich moderat um 0,3 Prozent gegenüber 0,2 Prozent. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Wochenarbeitszeit leicht von 34,3 auf 34,2 Stunden. Dies untermauert die These, dass die Arbeitsmärkte derzeit keine Quelle für Preisdruck sind.

Eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent entspricht nahezu Vollbeschäftigung. Dies erfordert eine neutrale Geldpolitik, aber keine schnellen Maßnahmen seitens der Zentralbanken. Solange sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht wesentlich ändert, erwarten wir in den kommenden Monaten eine stärkere Fokussierung auf die Inflationsdaten.