Die wirtschaftliche Aufholjagd hat im vergangenen Jahr in zahlreichen Schwellenländern angehalten und dürfte sich auch 2026 fortsetzen. Der Internationale Währungsfonds erwartet ein durchschnittliches Wachstum von knapp mehr als vier Prozent für die Regionen im Vergleich zu 3,3 Prozent für das globale Wirtschaftswachstum. Die positive Dynamik spiegelt sich längst auch am Markt für Staatsanleihen aus den meisten Emerging Markets wider. Vor allem mit einem Bondinvestment in Lokalwährungen konnten Anleger ansehnliche Renditen erzielen. Die Kupons liegen ein gutes Stück über jenen von Staatsanleihen aus den Industrieländern. Die Währungen gewannen zudem teils stark an Wert, insbesondere gegenüber dem schwächeren US-Dollar. Zinssenkungen in einigen Ländern wie etwa Brasilien sorgen für weitere Kursgewinne.
Ein wenig anders sieht das kurzfristige Bild bei Emerging Market-Staatsanleihen in Hartwährungen aus, wie unser Ranking zeigt, in dem Top-Fonds sowohl in Lokal- als auch in Hartwährungen aufgelistet sind (siehe Tabelle). Der Großteil der Hartwährungsanleihen wird dabei in US-Dollar emittiert – ein zuletzt weniger vorteilhafter Umstand für Anleger aus dem Euroraum, da die US-Währung 2025 an Wert verlor.
Für zahlreiche Schwellenländer hatte diese Entwicklung hingegen Vorteile. „Die Währungsschwäche senkte die Kosten für den in US-Dollar denominierten Schuldendienst für Emerging Markets“, betont Anupam Damani, Co-Head und Senior Portfolio Manager Emerging Market Debt bei Goldman Sachs Asset Management (GSAM). Damani verweist zudem auf handfeste Fundamentaldaten, die langfristigen Rückenwind bringen dürften. So liegt die Staatsverschuldung der Schwellenländer – ohne China – im Schnitt bei rund 59 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), in China sind es 96 Prozent. Demgegenüber liegt der Schulden-Durchschnitt in den Industrienationen bei gut 110 Prozent. Die geringere Schuldenquote in vielen Schwellenländern könnte einen wesentlichen Effekt haben: Aufgrund der solideren Lage sieht die GSAM-Expertin Spielraum für weitere Heraufstufungen der Länderbonitäten in den Emerging Markets. Damit würden sich deren Schulden vergünstigen.
Schließlich zahlen die Schwellenländer im Schnitt höhere Zinsen als die Industrienationen. Damani verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Umstand, dass Emerging Markets im Großen und Ganzen häufig mehr Spielraum für Steuererhöhungen haben, aufgrund ihrer oftmals niedrigeren Steuerbasis. Und dann gibt es noch einen weiteren Aspekt, der nicht unterschätzt werden sollte. Brad Godfrey, Co-Head of Emerging Markets bei Morgan Stanley Investment Management, sagt: „Die Zahl der Länder, die wirtschaftspolitische Reformen umsetzen, ist gestiegen. Entsprechend verbesserte Rahmenbedingungen erhöhen die wirtschaftliche Freiheit, erleichtern wirtschaftliche Aktivitäten, fördern reale Kapitalinvestitionen und führen letztendlich dazu, dass Vermögenswerte im Land mit einem niedrigeren Abzinsungssatz bewertet werden.“
Auf konkrete Entwicklungen verweist dabei die GSAM-Expertin. Sie meint, dass viele Emerging Markets, wie Ägypten, Mexiko und die Dominikanische Republik, auf eine fiskalische Konsolidierung über Primärüberschüsse setzen, wenngleich der Fortschritt uneinheitlich ist. Dies unterstreiche zugleich die Bedeutung von aktivem Management bei einem Investment in Schwellenländer-Anleihen.
Alternative lokalwährungen
Wie gehen Top-Fondsmanager also mit Lokalwährungen um? Im Capital Group Emerging Markets Local Currency Debt Fund zählten zuletzt Staatsanleihen aus Südafrika und Polen sowie Papiere vom brasilianischen Schatzamt zu den größten Einzelpositionen. Auch im LGT EM LC Bond Fund liegt ein großer Fokus auf Brasilien sowie auf Mexiko. „Die realen Zinsen in Brasilien sind derzeit äußerst attraktiv und liegen bei über neun Prozent“, konstatiert Martti Forsberg, Portfolio Manager bei LGT Capital Partners. Er zieht einen Vergleich zu den entwickelten Volkswirtschaften wie den USA und der EU und sagt: „Dort bewegen sich die Realzinsen deutlich unter zwei Prozent.“ Forsberg führt die vorteilhafte Entwicklung in Brasilien näher aus. So profitiere das Land als bedeutender Produzent wichtiger Rohstoffe von strukturellen Trends im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien und künstlicher Intelligenz, was sowohl die Währung als auch die Staatseinnahmen unterstütze. Dies verdeutlicht etwa auch der Blick auf die Wertentwicklung des Real gegenüber dem Euro (siehe Grafik). Noch zu Jahresbeginn mussten Anleger gut 6,57 Real für einen Euro bezahlen. Anfang März waren es nur noch 6,07 Real.
Forsberg weist zudem darauf hin, dass sich die brasilianische Wirtschaft konjunkturell abgekühlt hat und sich die Inflationserwartungen wieder innerhalb des Zielbereichs der Zentralbank bewegen. Im Januar stieg die Inflation um 4,44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert, ein leichter Anstieg gegenüber Dezember 2025. Für den Fondsmanager steht folglich fest: „Der Banco Central do Brasil eröffnet sich damit die Möglichkeit, bereits im März mit einer Lockerung der Geldpolitik zu beginnen. Zudem erhöhen die Wahlen im Oktober die Aussicht auf eine Mitte rechts orientierte Regierung mit einer restriktiveren Fiskalpolitik, was tendenziell ein gutes Umfeld für Anleihen wäre, da ein geringes Emissionsvolumen neuer Bonds den Angebotsdruck am Markt verringern dürfte.“ Was macht den zweiten Fokusmarkt Mexiko so interessant? Die Kerninflation – ohne Lebensmittel und Energie – liegt nach Angaben des Fondsmanagers weiterhin über dem Zielbereich und veranlasst die Zentralbank, den Leitzins auf einem relativ hohen Niveau von sieben Prozent zu belassen. Zum Vergleich: Im März sei der Leitzins auf 11,25 Prozent angehoben worden, um die inflationären Nachwehen der Pandemie zu bekämpfen. Auf diesem Niveau verblieb der Zins bis Ende Februar 2024. Danach wurde die Geldpolitik allmählich gelockert (siehe Grafik).
attraktive laufzeitenprämie
Der LGT Capital Partners-Experte zieht ein deutliches Fazit und sagt: „Anleihen in Lokalwährungen mit Renditen von nahezu neun Prozent bieten damit eine attraktive Laufzeitenprämie. Zwar sind kurzfristig keine überzeugenden Signale für Zinssenkungen erkennbar, doch das nachlassende inländische Wachstum erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Stabilisierung der Inflationserwartungen.“ Zugleich stützt das anhaltend robuste Wachstum in den USA, Mexikos wichtigstem Handelspartner, den Peso. Auch die jüngsten Unruhen nach dem Tod des Drogenbarons und Anführers einer führenden kriminellen Organisation Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“ haben Anleger nicht verscheucht. Schließlich griff die Regierung hart durch. Das kam bei Anlegern gut an.
Staatspapiere aus Peru zählen ebenso zu den größten Gewichtungen im Fonds, damit ist ein weiteres Land aus Lateinamerika vertreten. Hat die US-Intervention in Venezuela grundsätzlich etwas an der Bewertung der gesamten Region verändert? „Wir gehen davon aus, dass der verstärkte Fokus der US-Außenpolitik auf die Region eher Kapital nach Lateinamerika lenken dürfte, statt es abzuschrecken“, sagt Forsberg. In Peru hebt er zudem Besonderheiten hervor und betont: „Das Land spielt als einer der weltweit wichtigsten Kupferproduzenten eine besonders bedeutende Rolle. Trotz der innenpolitischen Turbulenzen hat ein fragmentiertes Parlament zu einer konservativen Fiskalpolitik geführt.“ Gleichzeitig habe die Geldpolitik eine Inflationsrate von dauerhaft unter zwei Prozent sowie eine stabile Währung ermöglicht. Vor diesem Hintergrund bleiben peruanische Anleihen mit Renditen von über sechs Prozent attraktiv.
Die Region Asien bietet laut Forsberg überzeugende makroökonomische Entwicklungsgeschichten. Dazu zählt er wettbewerbsfähige Produktionscluster, insbesondere im Elektroniksektor, in Kombination mit einer vergleichsweise gut ausgebauten Infrastruktur. Verfügbare Arbeitskräfte stützen Länder wie Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und Vietnam. „Aus Sicht von Anleiheinvestoren bleiben jedoch niedrige Renditen und der starke Wettbewerbsdruck aus China zentrale Herausforderungen. Diese Faktoren begrenzen das Potenzial für Währungsaufwertungen und mindern unseres Erachtens die Attraktivität der Gesamterträge für Anleiheinvestoren“, sagt der Portfoliomanager.
Hier lässt sich gleich der Bogen zum Morgan Stanley INVF Emerging Markets Local Income Fund spannen, der das Vermögen derzeit ein wenig anders ausrichtet. Darin nehmen chinesische Staatsanleihen derzeit die größte Gewichtung ein. Dabei steckt das Reich der Mitte in einer Deflation. Zwar gab es Ende 2025 und Anfang des laufenden Jahres einen Inflationsanstieg. Der fiel jedoch äußerst bescheiden aus und signalisiert Marktbeobachtern zufolge noch keine Trendwende. Die Erzeugerpreise fallen zudem weiter. Zu den Gründen zählen unter anderem die schwache Binnennachfrage sowie die anhaltenden Unsicherheiten am Immobiliensektor. So werden noch weitere Zinssenkungen seitens der chinesischen Notenbank erwartet – ein Umstand, der die Bondkurse weiter stützen dürfte.
US-Dollar-Kurs belastet
Und wie sieht es im Marktschwergewicht, dem JPM Emerging Markets Local Currency Debt Fund, aus? Darin waren zuletzt unter anderem Mexiko und Indonesien etwas geringer im Vergleich zur Benchmark, dem J.P. Morgan Government Bond Index – Emerging Markets Global Diversified Index, gewichtet. So verschlechtert sich das politische Umfeld in Indonesien. Obendrein hat die Glaubwürdigkeit der Fiskalpolitik nachgelassen, was auch die mittelfristige Unsicherheit für Investoren weiter erhöht.
Südafrikanische Staatsanleihen werden derzeit etwas höher gewichtet. Die Regierung ist um eine Haushaltsdisziplin bemüht. Dabei erwarten Marktbeobachter, dass sich die Bruttoverschuldung im Verhältnis zum BIP im Fiskaljahr 2025/26 bei knapp unter 79 Prozent stabilisieren sollte. Zudem profitiert das Land von steigenden Rohstoffpreisen. Freilich, etwas verhaltener entwickelte sich zuletzt ein Investment in Hartwährungsanleihen aus den Schwellenländern für Euro-Anleger. Der Großteil entfällt nämlich auf US-Dollar-Emissionen. Seit 2025 hat die US-Währung aber an Wert verloren. So verunsichern die erratische Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump sowie die wachsenden Staatsschulden. Zudem weckten Trumps „Angriffe“ auf den US-Notenbankchef Jerome Powell Sorgen über die Unabhängigkeit der Fed bzw. ihrer Geldpolitik. Wie es mit der US-Währung weitergeht, lässt sich schwer vorhersagen. Im Mai dürfte Kevin Warsh dem aktuellen Fed-Chef nachfolgen. Wie unabhängig die Notenbank nach der Staffelübergabe agieren wird, bleibt abzuwarten. Obendrein setzt Trump seine Handelspolitik fort ebenfalls mit ungewissem Ausgang.
Alles in allem sollten Euro-Anleger, abseits der Währungsschwankungen, einige wesentliche Aspekte bei einem Hartwährungs-Investment beachten. So muss nur der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar beobachtet werden. Obendrein ist insbesondere die US-Geldpolitik für die Verzinsung solcher Papiere maßgeblich, außer für den geringen Anteil an Euroemissionen. Hier orientiert sich die Verzinsung an der EZB-Politik. Obendrauf kommt ein Risikoaufschlag, der je nach Länderbonität variiert. Insgesamt ist die Verzinsung bei solchen Papieren aber geringer im Vergleich zu Emissionen in Lokalwährungen. Hinzu verweist Adrian Hilton, Fondsmanager des CT (Lux) Emerging Market Debt Fund, auf einen weiteren Punkt: Aufgrund des sinkenden US-Dollars und damit der sukzessiv steigenden Nachfrage nach Bonds in Lokalwährungen, sei das Emissionsvolumen in Hartwährungen reduziert worden. Ein schrumpfendes Angebot sei wiederum eine wichtige Preisstütze für die restlichen Papiere am Markt.
Emissionen aus Argentinien, der Ukraine und Rumänien zählen im BlackRock Global Funds – Emerging Markets Bond Fund zu den größten Einzelpositionen. Rumänische Papiere nehmen derzeit im Morgan Stanley INVF Emerging Markets Debt Fund die größte Einzelposition ein. MSIM-Experte Godfrey sagt: „Die Position ist überwiegend in Euro denominiert und wird von einigen Positionen in US-Dollar ergänzt. Da Euro-Emissionen nicht in der Benchmark, dem J.P. Morgan Emerging Markets Bond Index Global Diversified, berücksichtigt werden, handeln sie häufig mit Abschlag gegenüber US-Dollar-Emissionen.“
investment in der ukraine
Bezüglich Rumänien war der Wahlausgang vergangenen Mai ein wichtiger Aspekt, da er zu einer verbesserten fiskalpolitischen Ausrichtung führen sollte. Dies scheinen die Märkte bislang zu honorieren. Und was steckt hinter der Ukraine-Position? Da habe man überwiegend „GDP Warrants“, an das BIP gekoppelte Finanzinstrumente, aus der Umschuldung von 2015 gehalten. „Die Papiere wurden Ende 2025 erneut restrukturiert, mit positivem Ergebnis sowohl für die Regierung als auch für unsere Anleger im Vergleich zu jenen Kursen, zu denen wir diese Instrumente gekauft hatten“, erläutert Godfrey.
Zu den größten Positionen im Gam Star (Lux) – Emerging Bond Fund zählen mit Mexiko, Brasilien, Argentinien und Peru gleich vier Länder aus Lateinamerika. Philip Meier, Deputy CIO und Head of Emerging Market Debt bei Gramercy, strategischer Partner von GAM Investments im Bereich Emerging Market Debt, sagt: „In Mexiko legen wir den Hauptfokus auf eine mögliche Neuverhandlung des United States-Mexico-Canada Agreements (USMCA) im Juli.“ Das trilaterale Handelsabkommen wurde am 30. November 2018 unterzeichnet und löste damit das seit 1994 bestehende Nordamerikanische Freihandelsabkommen ab. Letztendlich trat es am 1. Juli 2020 in Kraft. Meier zeigt sich zuversichtlich und meint, dass Präsidentin Claudia Sheinbaum einen pragmatischen wirtschaftspolitischen Umgang mit den USA verfolgt.
Türkische Staatsanleihen zählen ebenso zu den größten Einzelpositionen, wenngleich Meier allmählich vorsichtiger wird. So hinterlasse die restriktivere Geldpolitik Bremsspuren in der Wirtschaft, ein Umstand, den auch Bondanleger im Auge behalten sollten. Zur Erläuterung: Zwar senkte die türkische Notenbank am 22. Januar den Leitzins – den einwöchigen Refinanzierungssatz – von 38 auf 37 Prozent. Doch Marktbeobachter hatten mit einer großzügigeren Lockerung gerechnet. Obendrein verliert die türkische Lira anhaltend an Wert zum US-Dollar. Damit verteuern sich US-Dollarschulden für das Land.
Hilton von Columbia Threadneedle Investments verweist zudem auf Chancen in Kolumbien. Dort gebe es Spielraum für Kursgewinne bei den Anleihen, zumal die Fiskalpolitik nach den Wahlen vom 8. März disziplinierter werden dürfte. Die größte Einzelposition entfällt auf Mexiko, gefolgt von Argentinien. Dort hatte der wirtschaftsliberale Präsident Javier Milei Ende Oktober vergangenen Jahres die Zwischenwahlen zum Kongress gewonnen. Auch seine umstrittene Arbeitsmarktreform hat es durch den argentinischen Kongress geschafft, wonach unter anderem das Streikrecht eingeschränkt wird. Damit möchte die Regierung die Schwarzarbeit eindämmen. Nach seinem Amtsantritt im Dezember 2023 kam es in seiner Amtszeit zu starken staatlichen Einschnitten. Das Land erzielte den ersten Haushaltsüberschuss seit 14 Jahren.
Zinsen und Währung im fokus
Auch der Blick auf die Top-Holdings im abrdn SICAV I – Emerging Markets Bond Fund offenbart Interessantes. Die größte Einzelposition entfällt auf eine kurzlaufende Staatsanleihe aus der Dominikanischen Republik. Edwin Gutierrez, Leiter Emerging Market Sovereign Debt bei Aberdeen Investments, nennt Gründe für die aktuelle Positionierung und sagt: „Es handelt sich um einen der kleineren lateinamerikanischen Märkte. Die Dominikanische Republik zählt jedoch zu den erfolgreichsten Reformfällen.“ Zwar trübten sich die Aussichten auf eine Steuerreform ein, als 2025 das Vorhaben zurückgenommen wurde. „Jedoch sind die wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes stark und begünstigen das Umfeld für private Investitionen. All dies trägt zu einer positiven Entwicklung bei“, erläutert Gutierrez.
Der Aberdeen Investment-Experte hat einen wichtigen Hinweis mit Blick auf die gesamte Anlageklasse: Die Kurse der Anleihen haben 2025 bereits ein gutes Stück zugelegt, weshalb der Fokus im laufenden Jahr vor allem auf der höheren Verzinsung bleibe. So müsse man auf der Suche nach Rendite genauer hinschauen.
Überhaupt müssen Anleger auch mögliche Risiken gut im Auge behalten. Angesichts der Eskalation im Nahen Osten könnten klassische sichere Häfen – zu denen allen voran deutsche Bundesanleihen und US-Treasuries zählen – rasch wieder bevorzugt werden. Dies ginge dann zulasten der Bondmärkte in den Emerging Markets. Zudem hat in der Vergangenheit der US-Dollar in einem Umfeld erhöhten Risikos an Wert gewonnen. Ein Umstand, der wiederum Lokalwährungen aus den Schwellenländern belasten würde. Umso mehr sollten interessierte Anleger bei entsprechenden Investments die langfristigen Aussichten auf höheres Wachstum und geringere Schuldenniveaus im Auge behalten. Das gilt mit Blick auf Hart- und Lokalwährungen gleichermaßen.


