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Mehr Sicherheit für die Liebsten auch beim Sport und zu Hause

Printausgabe | Januar 2026
Kinder können sich beim Toben und Spielen schnell weh tun. Mehr Achtsamkeit wäre laut Experten ratsam. Dennoch lässt sich das Risiko schwerer Verletzungen nicht gänzlich vermeiden. In solchen Situationen schafft eine nach den Kundenbedürfnissen ausgewählte Unfallpolizze die gewünschte finanzielle Sicherheit - zumal der staatliche Schutz in vielen Fällen nicht ausreicht.
Kinderunfallversicherungen

121.700 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren – also fast jedes zehnte Kind – verletzten sich 2024 in Österreich bei Unfällen so schwer, dass sie in einem Krankenhaus versorgt werden mussten. Damit steigt die Zahl schwerer Kinderunfälle das dritte Jahr in Folge. Wie das Unfallmonitoring des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) weiter zeigt, war der Herbst mit 31.500 verletzten Kindern die unfallreichste Jahreszeit. Auch in diesem Jahr rechnet das KFV mit einer ähnlich hohen Zahl an Unfällen. Die häufigste Unfallart sind Stürze zuhause oder auf Spielplätzen und in Gärten. „Nach Regen, Nebel oder Tau sind Holz- und Metalloberflächen oft besonders rutschig“, erklärt Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin der Abteilung Sport- und Freizeitsicherheit im KFV, und empfiehlt, Kinder an rutschige Oberflächen zu gewöhnen und sie auch unterschiedliche Tritttechniken und Untergründe testen zu lassen.

Im häuslichen Innenbereich rangiert das Wohnzimmer mit jedem zehnten Sturzunfall an erster Stelle, gefolgt von Unfällen im Schlaf- und Badezimmer, analysiert das KFV. Demnach stürzen Kinder häufig von Stühlen, Betten und Sofas. Bei Kleinkindern stelle schon eine Fallhöhe ab 50 Zentimetern ein erhebliches Risiko für eine schwerwiegende Verletzung, wie zum Beispiel einen Schädelbasisbruch, dar. „Nicht zu unterschätzen sind Stürze, die besonders ganz kleine Kinder und Babys betreffen: etwa Stürze von einem Wickeltisch. 2024 wurden 300 solcher Unfälle verzeichnet, doch diese sind oft schwerwiegend und gehören tatsächlich zu den häufigsten und gefährlichsten häuslichen Unfällen bei Babys – vorrangig in den ersten Lebensmonaten“, warnt Trauner-Karner. Deshalb der Rat des Kuratoriums: Eltern sollten ihr Baby auch nicht für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch zurücklassen.

Tatsächlich gibt es einige Präventionsmaßnahmen, durch die sich die Unfallrisiken begrenzen lassen. Das KFV nennt beispielsweise die Verwendung von Treppenschutzgittern und rutschfesten Unterlagen im Bad und Kinderzimmer. Und im Freien sollten u. a. Klettergerüste regelmäßig auf lose Schrauben oder Moosbewuchs geprüft werden. Manchmal würden schon kleine Anpassungen reichen, um schwere Verletzungen zu verhindern. Klar ist aber auch, gänzlich beseitigen lässt sich das Risiko nicht, dass sich Kinder bei einem Unfall auch schwer verletzen. Wichtig ist daher für Eltern zu wissen, dass der staatliche Schutz nur einen Teil der Unfallrisiken abdeckt.

„Im Kindergarten, in der Schule und auf dem direkten Weg dorthin sind Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Doch dieser Schutz ist sehr eingeschränkt“, sagt Kurt Möller, CUO Zurich Österreich und verweist auf fast drei Viertel aller Kinderunfälle, die sich in der Freizeit oder zu Hause ereignen und damit in Bereichen, in denen die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift. „Selbst wenn die gesetzliche Krankenversicherung bei Freizeitunfällen die Behandlungskosten übernimmt, endet die Unterstützung nach der Akutversorgung. Folgekosten wie Reha, Wohnungsumbauten oder langfristige Betreuung sind nicht gedeckt“, ergänzt Möller. Und Peter Humer, Vorstand Kunde & Markt Österreich bei der UNIQA Insurance Group AG, fügt hinzu: „Im Unterschied zu Arbeitsunfällen ist in der Freizeit nur die Erstversorgung nach einem Unfall sichergestellt – im Falle einer bleibenden Invalidität leistet nur eine private Vorsorge.“

ZWEI OPTIONEN ZUR WAHL

„Unfälle passieren oft in Momenten, in denen Kinder neugierig die Welt erkunden. Für Familien ist es beruhigend zu wissen, dass sie im Ernstfall gut abgesichert sind und rasch Unterstützung erhalten. Eine passende Vorsorge hilft dabei, die finanziellen Folgen abzufedern und schwierige Situationen leichter zu bewältigen“, bringt Wolfgang Petschko, Vorstand DONAU Versicherung, den Vorzug einer privaten Absicherung auf den Punkt. Der Versicherer eröffnet Eltern und Alleinerziehenden zwei Wege: Entweder eine individuelle Kinder-Unfallversicherung oder eine Familien- und Alleinerzieherlösung, die mehrere Personen in einem Vertrag bündelt. Auf diese Weise sei ein leistbarer Rund-um-die-Uhr-Schutz möglich, der sich an den tatsächlichen Lebenssituationen von Familien orientiere, also beispielsweise den Tierpark-Besuch ebenso einschließt wie Aktivitäten auf dem Kinderspielplatz.

Auch bei der UNIQA können Eltern ihre Kinder in ihre Unfallversicherung einschließen. Nach Angaben des Versicherers bietet der Unfallschutz Freizeit & Beruf eine umfangreiche Absicherung bei einer vergünstigten Prämie bis zum 16. Lebensjahr und einem an die Zielgruppe angepassten Deckungspaket plus optionale Zusatzdeckungen. Darin enthalten seien beispielsweise Leistungen wie ein Schulausfallgeld, Begleitkosten im Spital, eine Mehrleistung beim Tragen eines Helms im Falle eines Fahrrad- oder Skiunfalls sowie sämtliche Sportrisiken, mit Ausnahme von Flug- und Motorsport. Zudem wird mit „Ausbildungs- & Freizeitschutz“ ein Extrabaustein angeboten, der u. a. Mehrleistungen für Ski-Fans bietet sowie ein Schulausfallgeld nach mindestens 14 Tagen stationärem Krankenhausaufenthalt. 

Bei der Zurich empfiehlt man Eltern den Abschluss ihrer Kinderunfallversicherung, was schon ab Geburt möglich ist. „Kosten für Reha-Maßnahmen, Physiotherapie, Hilfsmittel oder Umbauten im Zuhause summieren sich oft auf mehrere Tausend Euro. Eine Unfallversicherung federt diese Kosten ab“, sagt Möller und hebt hervor, dass Unfallversicherungen für Kinder zu den preisgünstigeren Vorsorgeformen gehören. Schon mit einem niedrigen Monatsbeitrag können Eltern ein Plus an Sicherheit durch Invaliditätsleistungen, Bergungs- und Rettungskosten oder Spitalgeld erzielen. Wichtig sei zudem, dass eine Kinder-Unfallversicherung finanzielle Unterstützung bietet, wenn die Eltern dadurch selbst weniger arbeiten können oder zusätzliche Betreuungskosten entstehen. „So bleibt die Familie finanziell stabil, während man sich voll auf das Wichtigste konzentrieren kann: die Genesung des Kindes“, sagt der Chief Underwriting Officer bei der Zurich Österreich.

Auch bei der DONAU Versicherung orientiert sich der Unfallschutz am Alltag von Kindern. Dazu zählt der Versicherer hohe Leistungen bei Invalidität, Pakete für Trend-, Vereins- und Risikosportarten sowie einen erweiterten Unfallbegriff. Das impliziert bspw. Gesundheitsschädigungen infolge unabsichtlicher Einnahme von Stoffen, die nicht für den Verzehr vorgesehen sind oder Verbrennungen und Verbrühungen, sofern sie im Zusammenhang mit einem Unfallereignis entstanden sind.

Bereits unsere kleine Stichprobe offenbart wichtige Unterschiede bei den Leistungen. Folglich können Berater gerade hier punkten, indem sie einen Versicherungsschutz auswählen, der genau zu den jeweiligen Kundenanforderungen passt. Der Nutzen und die Vorteile eines Unfallschutzes für Kinder wird hingegen für Kunden schnell ersichtlich. Da die Prämien überschaubar sind, dürfte die Bereitschaft von Eltern bzw. Alleinerziehenden hoch sein, ihren Liebsten ein solches finanzielles Sicherheitsnetz zu spannen. Denn die aktuellen Unfallzahlen offenbaren  wie allgegenwärtig das Risiko ist.