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Mit aktiven Strategien Überrenditen im Visier

Printausgabe | März 2026
Aktive ETFs erobern die europäischen Märkte. Mit unterschiedlichen Anlagestrategien versuchen die Indexfonds eine Outperformance zu erzielen. Das gelingt nur zum Teil. FONDS exklusiv hat sich die neuen Wege angeschaut und künftige Trends identifiziert. Dabei wird klar: Die Konzepte sind teils anspruchsvoll, weshalb Privatanleger vor einem Einstieg gut beraten sind, sich die Funktionsweise der "Überflieger" genau anzuschauen.
FONDS exklusiv

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind seit den 1990er-Jahren auf dem Vormarsch und haben sich weltweit als kostengünstiges und transparentes Anlageinstrument etabliert. Lange Zeit dominierten passive ETFs den Markt: Sie bilden einen Index nach und zielen darauf ab, dessen Rendite möglichst genau zu erreichen, nicht zu übertreffen. Aktive ETFs gehen einen Schritt weiter. Hier trifft ein Fondsmanager gezielte Anlageentscheidungen mit dem Anspruch, den Vergleichsindex nicht nur abzubilden, sondern ihn zu schlagen.

Diese Anlageinstrumente sind kein neues Phänomen. Der erste aktiv verwaltete ETF wurde 2008 von State Street Global Advisors aufgelegt, rund drei Jahre später folgten die ersten Produkte in Europa. Lange Zeit blieb das Segment jedoch eine Nische. Einen entscheidenden Impuls setzte 2019 die US-Börsenaufsicht U.S. Securities and Exchange Commission mit der sogenannten ETF-Rule (Rule 6c-11), die den Zulassungsprozess vereinfachte, bürokratische Hürden senkte und damit die ETF-Struktur auch für aktive Manager deutlich attraktiver machte.

Gleichzeitig zeigten sich im Markt für passive ETFs zunehmende Sättigungstendenzen, sodass viele große Häuser in das aktive Segment expandierten. Laut JPMorgan Chase waren zuletzt 83 Prozent der in den USA neu aufgelegten Fonds aktive ETFs. Mit zeitlicher Verzögerung erreichte diese Dynamik Europa. Inzwischen wächst das Segment aktiver ETFs auch auf dem Kontinent stark: Laut Morningstar haben sich die verwalteten Vermögen in den letzten zwei Jahren nahezu verdreifacht. Per Ende 2025 erreichte das verwaltete Vermögen (AUM) in aktiven ETFs rund 78,4 Mrd. Euro, nach 52,5 Mrd. Euro im Jahr 2024. Das ist zwar noch immer ein Nischenanteil im Vergleich zu den passiven ETFs. Aber der Trend zeigt sich besonders stark bei neuen Produkten: 2025 waren erstmals über die Hälfte aller ETF-Neuauflagen aktive Strategien, bei vergleichsweise wenig Fondsschließungen. Nach 50 im Jahr 2024 waren es laut Morningstar vergangenes Jahr 139 Neuauflagen, während in den letzten acht Jahren durchschnittlich nur zehn neue aktive ETFs aufgelegt wurden (siehe Grafik.

immer mehr neueinsteiger

Europaweit an der Spitze liegt nach wie vor JP Morgan mit einem Marktanteil von 47 Prozent. Laut Morningstar liegt der Erfolg vor allem in researchgestützten Index-ETFs begründet. „Was wir beobachten, ist, dass immer mehr Neueinsteiger hinzukommen”, sagt Natalia Wolfstetter, Senior Principal of Manager Research bei dem Analysehaus. So seien u. a. Goldman Sachs, Fineco, Nordea, HSBC und M&G in den Markt für aktive ETFs eingestiegen. Auch bei Anlegern findet das Konzept Anklang. Denn aktive ETFs verbinden Transparenz, Handelbarkeit und Kosteneffizienz klassischer ETFs mit dem Research, der Steuerungsfähigkeit und Alpha-Ambition aktiver Fonds – und können so als „das Beste aus zwei Welten“ vermarktet werden (siehe Grafik).

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines Fonds sind die laufenden Gebühren, da sie die jährliche Rendite unmittelbar beeinflussen. ETFs werden an der Börse gehandelt, was den Umfang des Vertriebs und aufwändiger Abwicklungsprozesse reduziert. Ausgabe- und Rücknahmeprozesse erfolgen über autorisierte Teilnehmer, was die operativen Kosten weiter senkt. Dies gilt gleichermaßen für passive sowie für aktive ETFs. Gemäß einer Morningstar-Studie liegt die Gesamtkostenquote (TER) passiver ETFs durchschnittlich bei 0,135 Prozent. Bei aktiven ETFs, die ausschließlich in Aktien investieren, liegen laut einer Studie des Fondsanalysehauses Scope die durchschnittlichen Kosten bei 0,42 Prozent pro Jahr, aktive Renten-ETFs kommen auf 0,28 Prozent, Mischfonds im Mantel eines aktiven ETFs kosten im Durchschnitt 0,38 Prozent jährlich – das sind durchweg geringere Kosten als bei klassischen Investmentfonds, deren TER meist ein Prozent oder mehr beträgt (siehe Tabelle auf der nächsten Seite). Einen weiteren Kostenvorteil stellen die geringeren Handelskosten von ETFs dar. Historisch betrachtet weisen ETFs, insbesondere im Anleihebereich, häufig engere Spreads – also eine geringere Differenz zwischen An- und Verkaufspreis – auf als die jeweils zugrunde liegenden Anleihen. Während einzelne Anleihen, etwa aus dem Hochzins-, Schwellenländer- oder Investment-Grade-Segment, teilweise mit dem Vier- bis knapp Siebenfachen des ETF-Spreads gehandelt werden, profitieren Anleger bei ETFs somit oftmals von einer höheren Liquidität und geringeren Handelskosten.

aktive Fonds erzielen oft nicht die versprochene überrendite

Das Leistungsversprechen aktiver ETFs liegt in einer Outperformance, die die gegenüber klassischen Indexfonds um durchschnittlich 0,3 Prozent höheren Gebühren rechtfertigen soll. Das Morningstar Active/Passive-Barometer zeigte, dass lediglich 38 Prozent der untersuchten aktiven Fonds – also klassische Fonds und aktive ETFs – am US-Markt ihre passiven Vergleichsgruppen übertrumpfen konnten. Ein genauerer Blick verrät, dass aktive Manager vor allem in Märkten mit weniger Liquidität, wie Small-Caps und Schwellenländeranleihen meist besser performen als ihre passiven Pendants, während in hochliquiden Märkten, wie z. B. bei US-Blue-Chips die Mehrkosten des aktiven Managements selten durch Überrendite wettgemacht werden.

Eine wichtige Messgröße für einen aktiven ETF stellt das Informationsverhältnis dar, das die Überschussrendite relativ zum Tracking Error misst. Der Tracking Error stellt dabei nicht, wie beim passiven ETF, ein Maß für einen Fehler in der Nachbildung dar, sondern ist ein Indikator für das aktive Risiko des ETFs. Das Informationsverhältnis beantwortet also die Frage, ob es ein aktiver ETF schafft, stabil eine Mehrrendite gegenüber dem Index zu erzielen, die das zusätzliche Risiko der Abweichung vom Index rechtfertigt. Ein Wert über 0,5 gilt in der Branche als gut, über 1,0 als exzellent. Daher setzen viele aktive ETFs bewusst auf niedrige Gebühren: Je geringer die Kostenquote, desto kleiner fällt die notwendige Überrendite aus, um die Mehrkosten und das eingegangene Risiko zu rechtfertigen. Simulationen von BNP-Paribas zeigen, dass das Informationsverhältnis bei benchmarknahen Strategien grundsätzlich höher liegt als bei stärker aktiven Fonds mit höherem Tracking Error.

Aktive ETFs, die nur geringfügig von der Benchmark abweichen werden Enhanced-ETFs genannt. Die Strategie wird meist mit der Formel „Index-Plus“ subsumiert. Die Gesamtkostenquote beläuft sich in dieser Kategorie zwischen 0,2 und 0,3 Morningstar Active/Passive-Barometer. Das Ziel der „Enhanced-ETFs“ ist eine benchmarknahe Allokation mit begrenztem Tracking Error kombiniert mit systematischer Optimierung zur Generierung eines moderaten Mehrertrags. Bei Enhanced-Strategien wird das Alpha nicht über extreme Sektorwetten, sondern über kontrollierte Abweichungen angestrebt. Ein Beispiel für einen „Enhanced“ ETF mit einer genügend langen Performancehistorie zur Messung eines aussagekräftigen Informationsverhältnisses, ist der JPM Global Research Enhanced Index Equity Active UCITS ETF (IE00BF4G6Y48). Der Tracking-Error lag in den letzten fünf Jahren bei 0,77 Prozent und das Informationsverhältnis bei 0,65 Prozent, was also die etwas höheren Kosten (TER: 0,25 Prozent) im Vergleich zu einem passiven ETF mehr als rechtfertigt. BNP Paribas strebt bei ihren „Enhanced“-Produkten einen Tracking-Error von einem bis zwei Prozent für Aktien- und 0,5 bis ein Prozent für Anleiheprodukte an. Der BNP Alpha Enhanced Europe, der 2025 aufgelegt wurde, nutzt eine Multifaktor-Strategie, basierend auf Quality, Value, Low Risk und Momentum, um in circa 220 Titel aus dem 402 Werte umfassenden MSCI Europe Universum zu investieren. Der Tracking-Error des Fonds liegt bei 1,6.

Bei JPM haben ETF-Anleger die Möglichkeit in zehn verschiedene Aktienindizes mit geringem Tracking Error zu investieren, wobei hier immer versucht wird, präzise passive Indexkonstruktionen und aktive Ideen zu kombinieren. Das Ziel ist die Suche nach Überrendite mit niedrigem Tracking Error, wie JPM hervorhebt. Historisch konnten die JPM-Enhanced-Strategien seit Auflage einen konsistenten Mehrertrag von rund 0,8 Prozent p.a. bei einem niedrigen Tracking Error von ca. 0,7 Prozent liefern, was auch unterschiedliche Marktphasen, z. B. 2008, 2020 und 2022, miteinschließt.

regelbasierte optimierung

Der Invesco Global Enhanced Equity UCITS ETF Acc. verfolgt ebenso eine Enhanced-Strategie. Der Fonds weist eine Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent auf. Der Zielkorridor für den Tracking Error liegt zwischen ein und 1,5 Prozent zur MSCI World-Referenz. Die Strategie zielt auf eine einprozentige Outperformance gegenüber dem MSCI World hin. Das Portfolio wird mittels eines regelbasierten Modells optimiert. Value, Quality und Momentum werden quantitativ erfasst und monatlich neu gewichtet. Dieser datengetriebene Ansatz ist skalierbar und reduziert klassischen Research-Aufwand. „Der Prozess der Titelselektion wird zwar fundamental betrachtet, ist aber quantitativ standardisiert“, sagt Manuela von Ditfurth, Senior Portfolio Managerin Invesco Quantitative Strategies bei Invesco Asset Management. Damit unterscheidet sich der Ansatz von diskretionärem Stock-Picking, bei dem der Manager qualitative und makroökonomische Einschätzungen stärker gewichtet. Ein weiterer Unterschied zu klassischen Investmentfonds ist, dass der ETF im globalen Large-Mid-Cap-Universum breit gestreut und damit näher an der Referenz bleibt, während klassische Fonds häufig stärker konzentriert investieren und bewusst hohe aktive Risiken eingehen.

Während also die Enhanced-ETFs darauf achten, sich stark an der Benchmark zu orientieren, gibt es auch ETFs, die sich mit ihren aktiven Strategien etwas weiter aus dem Fenster lehnen und damit einen höheren Tracking Error in Kauf nehmen. Ein Beispiel dafür ist der HSBC Multi Factor Worldwide Equity, der per 31. Januar 2026 einen Drei-Jahres-Tracking-Error von 2,17 Prozent ausweist. Die Mehrrendite zum MSCI World betrug im gleichen Zeitraum durchschnittlich rund 0,38 Prozent p.a., was bei niedrigen Gebühren von 0,25 Prozent p.a. noch immer einen positiven Mehrwert für den Investor gegenüber einem passiven Investment bringt. Die Strategie ist darauf ausgelegt, Zugang zu multiplen Faktorprämien wie Value, Quality, Industry Momentum, Low Risk und Size zu bieten. „Wir glauben, dass wir durch unsere systematische und risikokontrollierte Nutzung von Risikofaktorprämien mögliche Überrenditen erzielen können“, erklärt dazu HSBC auf Anfrage. Jedoch wird im Portfolio-Konstruktionsprozess auch darauf geachtet, in Ländern, Sektoren und Aktienselektion nicht zu stark von der Benchmark abzuweichen. Dieser Kontrollprozess beinhaltet die Dimensionen Tracking Error und Umschlagshäufigkeit, um sicherzustellen, dass die Kosten ebenfalls auf einem angemessenen Niveau bleiben.

Ein weiteres Beispiel einer höheren Abweichung zur Benchmark ist der Invesco Global Active ESG Equity UCITS ETF mit einem Tracking-Error-Ziel zwischen zwei und vier Prozent gegenüber der Benchmark MSCI World. Der ETF verfügt bereits über eine lange Historie seit Juli 2019. Mit 0,3 Prozent liegen die laufenden Kosten nur leicht über denen der sehr benchmarknahen Produkte. Das Informationsverhältnis von 0,53 zeigt, dass die Abweichung zur Benchmark effizient genutzt wurde, um einen Mehrwert zu erzielen. Während der normale Active ESG Equity ETF auf eine breite Faktor-Optimierung setzt, priorisiert die Defensive Variante, der Invesco Global Active Defensive ESG Equity UCITS ETF, die Reduzierung von Kursrücksetzern, mit einer Übergewichtung schwankungsarmer Titel bei gleichzeitiger ESG-Filterung. Dabei zeigt sich, dass diese Strategie gerade in den letzten drei Jahren besonders erfolgreich war (siehe Fondstabelle unten). Die Benchmark ist für den Fonds keine Ziel-, sondern nur eine Vergleichsgröße, wie der Fondsherausgeber feststellt. Dies gilt auch für den Jupiter Global Government Bond Active UCITS ETF, der mittels eines top-down-orientierten Ansatzes primär in globale Staatsanleihen aus Industrie- und Schwellenländern investiert. Das Ziel: Ineffizienzen am Anleihemarkt durch Makro-Analysen zu nutzen, um eine höhere Rendite bei ähnlicher Volatilität zu erzielen.

verzicht auf benchmark

Aktive ETFs, die gänzlich auf Benchmarks verzichten, findet man vor allem bei Themenfonds. So sind beispielsweise die ARK ETFs darunter zu finden, die von der bekannten Investorin Cathie Wood gesteuert werden. Die ARK-Fonds schließen bekanntermaßen Wetten auf disruptive Innovationen ab. Die zentrale These von ARK beruht darauf, dass Benchmarks nur die Vergangenheit abbilden. ARK investiert daher ausschließlich in Unternehmen, die Branchen durch technologischen Fortschritt radikal verändern. So investiert der Flaggschifffonds ARK Innovation UCITS ETF in alle Innovationsbereiche wie KI, Robotik und Fintech. Der ETF hat eine Gesamtkostenquote von 0,75 Prozent, womit er am oberen Rand der aktiven ETFs liegt. Denn laut der Scope-Studie bewegen sich die jährlichen Gebühren aktiver ETFs in einer Spanne von 0,04 bis 0,99 Prozent. Nach Angaben der Analysten erzielte der Fonds im vergangenen Jahr eine Performance von 38,4 Prozent. Da der ARK-ETF in spekulativere Wachstumswerte investiert, weist er eine viel höhere Volatilität auf als sein artverwandter Index Nasdaq-100.

Ein anderes Beispiel in diesem Segment ist der im November 2024 aufgelegte Janus Henderson Pan European High Conviction Equity ETF. Der High-Conviction-Ansatz bedeutet hier, dass der ETF in ein sehr konzentriertes Portfolio investiert. Der ETF wird von Robert Schramm-Fuchs und Marc Schartz mit einem fundamentalbasierten, benchmarkagnostischen Ansatz verwaltet und enthält nur 20 bis 25 Aktien. Mit laufenden Kosten von 0,49 Prozent ist der ETF zwar nicht mehr günstig, bietet aber hohes Alphapotenzial. Der ETF schloss das Jahr 2025 mit einer starken Rendite von rund 27 Prozent ab. Der Tracking Error wird mit 4,2 Prozent ausgewiesen.

Prägende Trends

„Der kontinuierliche Strom neuer aktiver ETFs, der das Jahr 2025 geprägt hat, dürfte anhalten“, stellt Daniel Dornel fest. Nach Einschätzung des Head of ETF-Research bei BNP Paribas Asset Management gewinnen dabei White-Label-ETFs zunehmend an Bedeutung. Diese ETFs werden von einem Drittanbieter aufgelegt und verwaltet, jedoch von einem anderen Unternehmen – typischerweise einem Wealth Manager oder einem anderen Finanzinstitut – unter eigener Marke vertrieben. Die Kooperation soll eine Konzentration auf das Kerngeschäft ermöglichen. Ein Beispiel für einen White-Label-Fonds ist der AI Enhanced Eurozone Equities UCITS ETF. Das Berliner Fintech Ultramarin liefert die Investmentstrategie, die auf einem KI-basierten Prognosemodell basiert. Die Verwaltung und der Vertrieb werden von der Baader Bank übernommen. Im Januar 2025 kam mit dem AI Enhanced US Equities UCITS ETF ein Produkt für nordamerikanische Aktien dazu. Mit einem Tracking-Error-Ziel von zwei Prozent gehört der ETF zu den Benchmark näheren Fonds.

Jedoch sieht die Fondsratingagentur Scope gerade den Markt für benchmarknahe aktive ETFs, der in den letzten Jahren so starken Zulauf erhalten hatte – sowohl angebots- als auch nachfrageseitig – bereits für gesättigt; Potenzial besteht vor allem bei spezialisierten Aktienstrategien, dazu zählen die aktiven Income-ETFs von J.P.Morgan. Diese kombinieren ein aktiv selektiertes Aktienportfolio mit einer systematischen Optionsstrategie (Covered Calls). Ziel dieser „Hybrid-Produkte“ ist es, durch die Vereinnahmung von Optionsprämien und Dividenden eine hohe laufende Ausschüttung von jährlich oft sieben bis über zehn Prozent zu generieren. Da sie im Vergleich zu klassischen aktiven Fonds mit einer geringen Kostenquote von rund 0,35 Prozent operieren, bieten sie Privatanlegern einen kosteneffizienten Zugang zu komplexen Strategien, die früher Profis vorbehalten waren. Dabei zeigt sich auch hier: Wer in Aktive ETFs investieren will, sollte sich vorher informieren, wie die Produkte funktionieren, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. So gelingt es bei dieser ETF-Strategie durch den Einsatz von Optionsprämien zwar vielfach, Kursverluste abzufedern. Im Gegenzug bleibt aber das Kurspotenzial bei stark steigenden Märkten begrenzt. Vielen Anlegern dürfte das aber in den anhaltend unsicheren und volatilen Zeiten eher entgegenkommen.