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Was ist dran am Aberglaube?

März 2026
Laut einer Analyse der Wiener Städtischen gilt Freitag, der 13. nicht nur im Volksmund als Unglückstag. Der Tag ist tatsächlich einer der schadensträchtigsten Tage bei Kfz-Unfällen.
Wiener Städtische
Doris Wendler, Wiener Städtische

Während oft davon gesprochen wird, dass Freitag, der 13. kein statistisch auffälliger Tag sei, zeigt die aktuelle Zehn-Jahres-Analyse der Wiener Städtischen Versicherung ein anderes Bild: Im Vergleich liegt der Freitag, der 13., bei Kfz-Unfällen wider Erwarten an der Spitze. „Unsere Analyse zeigt, dass Freitag, der 13., eine etwas höhere Schadensfrequenz aufweist als andere Tage. Viele dieser Freitage fallen aber auch in Monate mit generell erhöhter Unfallhäufigkeit – etwa in die Winter- oder Sommermonate. Saisonale Effekte spielen daher eine Rolle“, sagt Wiener-Städtische-Vorstandsdirektorin Doris Wendler.

MEHR UNFÄLLE

Im Schnitt verzeichnet die Wiener Städtische an einem Freitag, dem 13., rund 246 Kfz-Unfälle und damit zehn Prozent mehr als an einem „normalen Freitag“. Dieser spezielle Tag liegt zudem deutlich über dem Durchschnitt anderer Wochentage. Trotz einzelner Hochrisikotage zeigt sich weiterhin ein klares Muster: Samstag und Sonntag sind im Durchschnitt deutlich unfallärmer als Werktage. Der Sonntag weist mit Abstand die geringste Schadensfrequenz auf. Gründe dafür sind unter anderem geringeres Verkehrsaufkommen, eingeschränkter Lkw-Verkehr und weniger Berufsverkehr.

Neben der Betrachtung einzelner Wochentage zeigt die Analyse auch klare saisonale Häufungen. Besonders auffällig: Mehrere Dezember-Termine sowie Ferien- und Sommerbeginn stechen hervor. Bemerkenswert ist die starke Häufung im Dezember – insbesondere in der Adventzeit. Hier treffen mehrere Risikofaktoren aufeinander: erhöhte Verkehrsfrequenz, Einkaufsverkehr, winterliche Fahrbahnverhältnisse und früh einsetzende Dunkelheit.

Neben der Witterung stellt der Wildwechsel eine weitere Ursache für die steigenden Unfallzahlen in den dunklen Monaten dar. Der 1. Juli als Spitzenreiter hängt unter anderem mit dem Ferienbeginn in einigen Bundesländern und verstärktem Reiseverkehr zusammen. „Für Autofahrer:innen gilt, unabhängig vom jeweiligen Datum: Erhöhte Aufmerksamkeit und angepasstes Fahrverhalten sind der beste Schutz vor Unfällen“, sagt Wendler.