Private Markets bieten mit ihren vielfältigen Sub-Assetklassen auch in einem herausfordernden Anlageumfeld geeignete Investmentstrategien. „Diese Vielfalt bedeutet aber auch Komplexität“, sagt Nicole Grützmacher, Director Alternative Investments und Senior Investment Specialist bei FERI. „Selektion und Due Diligence werden daher im kommenden Jahr die entscheidenden Faktoren bleiben.“
Bei Private Debt rechnet Grützmacher für 2026 mit einer Stabilisierung der Risikoaufschläge bei Finanzierungen. Dadurch werde die Performance-Erwartung der Assetklasse wieder stärker vom Basiszinssatz und damit von der Geldpolitik der Zentralbanken abhängen. „Sofern die Leitzinsen nur moderat sinken, bleibt die attraktive Renditeerwartung im Grundsatz erhalten.“
Im Private Equity-Segment haben sich das eingeworbene Kapital und die Transaktionsaktivität stabilisiert, wenn auch deutlich unter dem Rekordjahr 2021. „Nach einem Jahrzehnt stetig steigender Bewertungen klafften bei Verkaufsverhandlungen die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern in den vergangenen Jahren immer stärker auseinander. Das scheint sich im Jahr 2025 etwas beruhigt zu haben und wir stellen gerade im 4. Quartal fest, dass Transaktionen wieder vermehrt stattfinden und auch der IPO-Markt wieder anzieht“, berichtet Grützmacher. Im Buyout-Segment dürften Grützmacher zufolge Small und Mid-Market-Fonds dank niedrigerer Einstiegsbewertungen und vielfältigerer Exit-Optionen gegenüber Large-Cap-Fonds im Vorteil sein.

